FT rankt beste MBA-Programme für Frauen

Von am 15. März 2018
MBA für Frauen ESADE ESADE beste Schule in Europa

Die Financial Times hat erstmals ein Ranking der besten MBA-Programme für Frauen veröffentlicht. Die Daten stammen aus dem Global MBA Ranking und sind nicht unbedingt aussagekräftig.

Das beste MBA-Programm für Frauen bietet das Antai College of Economics and Management an der Shanghai Jiao Tong University an. Das zeigt zumindest das neue Ranking der Financial Times zu den besten MBAs für Frauen.

Auf Platz 2 liegt die Stanford Graduate School of Business. Es folgt die Haas School of Business an der University of California in Berkeley. Beste europäische Schule ist die ESADE Business School auf Platz 11, gefolgt von der IESE Business School auf Platz 14, beide aus Barcelona, und der London School of Business auf Platz 16. Insgesamt dominieren unter den 50 Programmen die US-Schulen mit 25 Platzierungen plus einer kanadischen Schule. Aus Asien kommen sieben Schulen, aus Europa 16 Schulen. Eine deutsche Schule ist nicht dabei.

Das neue Ranking basiert auf elf Kriterien. Je 15 Prozent – und damit den größten Teil – machen das Gehalt und die Gehaltssteigerung drei Jahre nach Abschluss aus. Wie immer bei der FT sind die Gehaltsangaben nur bedingt aussagekräftig. Denn das in US-Dollar umgerechnete Gehalt wird entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, kurz PPP) an die lokale Kaufkraft angepasst.

Das führt zu teils absurden Verzerrungen, von denen vor allem die Schwellenländer profitieren. Besonders deutlich wird das bei der Indian School of Business, die auf Platz 26 landete und wo das durchschnittliche Gehalt der Absolventinnen bei 131.995 Dollar liegt und damit fast so hoch ist wie das der London Business School (133.809 Dollar).

Berücksichtigt wurden auch die durchschnittlichen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern sowie der Anteil der Professorinnen.

Dabei verdienen lediglich die Absolventinnen der amerikanischen Simon Business School an der University of Rochester (111 Prozent), der Haas School (103 Prozent) und des Antai Colleges (101 Prozent) mehr als ihre männlichen Kollegen. Bei allen anderen Schulen sind die Gehälter der Frauen niedriger.

Besonders schlecht schnitten dabei die britischen Schulen ab. Am Imperial College of Business verdienten die Absolventinnen nur 63 Prozent des Gehalts ihrer männlichen Kollegen, an der Oxford Said Business School sind es 67 Prozent und an der London Business School 73 Prozent. Dagegen schneiden sogar die Frauen an der Indian School of Business mit 85 Prozent besser ab.

Das höchste Gehalt haben die Absolventinnen in Stanford mit 197.791 Dollar, immerhin 88 Prozent von den Gehältern der Männer. Das niedrigste Gehalt haben die Frauen an der französischen Edhec Business School mit 79.217 Dollar, was allerdings immer noch eine Gehaltserhöhung von 75 Prozent ist.

Beim Anteil der weiblichen Faculty schneidet das IMD in Lausanne mit 13 Prozent am schlechtesten ab. Am INSEAD und an der Chicago Booth School of Business sind es je 16 Prozent. Den höchsten Anteil haben die SDA Bocconi School of Management in Mailand und die Edhec Business School mit drei Standorten in Frankreich mit je 40 Prozent.

 

 

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.