FT-Ranking: Die besten MBAs für Gründer

Von am 5. Juli 2018
MBAs für Gründer WHU WHU Campus

Die Financial Times hat die besten MBA-Programme für Gründer gekürt. Platz 1 belegt Stanford, auf Platz 6 und damit vor Harvard, MIT Sloan und IMD steht die WHU.

Die Financial Times hat eine weitere Teilauswertung ihres Global MBA Rankings vorgelegt und eine Rangliste für die 50 besten MBAs für Gründer veröffentlicht. Gewinner ist die Stanford Graduate School of Business, gefolgt von der Olin Graduate School of Business am Babson College, der Tuck School of Business sowie den beiden britischen Schulen Lancaster University Management School und Cass Business School.

Auf Platz 6 steht die WHU – Otto Beisheim School of Management und schneidet damit besser ab als viele bekannte Business Schools wie Harvard, Yale und MIT Sloan. Europaweit belegt die WHU den dritten Platz. Damit ist sie auch die beste deutsche Hochschule im Ranking. Die ESMT in Berlin belegt Platz 38.

Das IMD in Lausanne erreicht Platz 7, die London Business School Platz 16 und INSEAD Platz 22.

21 der 50 gerankten Schulen stammen aus den USA, zehn aus Großbritannien und je drei aus Frankreich und China.

Gerankt werden die MBAs für Gründer nach ihrem Abschneiden in zwei Hauptbereichen, „Entrepreneurship“ und „Hochschul- und Ehemaligenbeitrag“. In die Bewertung fließen Angaben der Hochschulen sowie Ergebnisse aus Befragungen von Absolventen ein.

Das wichtigste Kriterium ist mit 20 Prozent der Anteil der MBA-Absolventen, die 2014 ihr Studium abgeschlossen haben und ein Unternehmen gegründet haben. Je zehn Prozent entfallen darauf:

  • wie hoch der Anteil der Absolventen ist, die mindestens ein Drittel ihres Kapitals von privaten Investoren bekommen haben,
  • wie viele der Unternehmen es Ende 2017 noch gab,
  • das Ausmaß, in dem die während des MBA-Studiums gewonnenen Fähigkeiten die Absolventen zum Gründen motivierten,
  • das Ausmaß, in dem die Schule bei der Finanzierung geholfen hat und
  • das Ausmaß, in dem das Alumni-Netzwerk bei der Finanzierung geholfen hat

An der WHU haben 31 Prozent nach dem Studium ein Unternehmen gegründet, die weltweit fünfthöchste Gründerquote. Am höchsten ist sie am Babson College in Boston mit 37 Prozent. Die Stanford Graduate School of Business kommt dagegen nur auf 22 Prozent.

Platz 1 belegt die WHU auch bei dem prozentualen Anteil (83 Prozent) der Unternehmensgründer, die von ihren Unternehmen als Haupteinnahmequelle leben. Bei der Motivation der Gründung durch das Studium vergaben die befragten Absolventen im Schnitt 9,3 von 10 Punkten.

Die gute Platzierung reflektiere die starke unternehmerische Ausrichtung der WHU, schreibt die Schule. So beschäftigen sich vier Lehrstühle vor allem mit unternehmerischer Ausbildung und Forschung.

Auch die Geschichte der WHU und deren Absolventen reflektiert die Gründungsorientierung: In etwas mehr als 30 Jahren entstanden aus der WHU über 500 Startups. Und gleich fünf von insgesamt sechs Gründern der Unicorns (Start-ups mit einer Marktbewertung von mehr als einer Milliarde Dollar) in Deutschland sind WHU Alumni. Dazu gehört das 2007 von den Brüdern Marc, Oliver und Alexander Samwer gegründete börsennotierte Beteiligungsunternehmen Rocket Internet in Berlin mit Marken wie Zalando und Delivery Hero.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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