MBS-Umfrage: Keine Angst um Arbeitsplatz

Von am 15. Juli 2020
MBS Joerg Hempel Mannheim Business School

Laut einer Umfrage der Mannheim Business Schools (MBS) bei knapp 300 Alumni halten fast drei Viertel ihren Arbeitsplatz trotz Corona-Krise für sicher und 61 Prozent geben an, dass ihr Unternehmen sogar weiter neue Mitarbeiter rekrutiert.

Welche Auswirkungen die Corona-Krise längerfristig auf den Arbeitsmarkt hat, lässt sich derzeit noch nicht absehen. Etliche Unternehmen haben allerdings bereits umfangreiche Entlassungen angekündigt. Bei den Alumni der Mannheim Business School herrscht dennoch weiter Optimismus. So geben 73 Prozent der 271 befragten Absolventen an, dass sie davon ausgehen, dass ihr Arbeitsplatz sicher ist. Bei den Befragten, die in Deutschland arbeiten, sind es sogar 83 Prozent. In Europa (ohne Deutschland) und außerhalb Europas liegt der Wert nur bei 59 Prozent.

Dabei hängt die gefühlte Arbeitsplatzsicherheit auch von der Branche ab. Am sichersten fühlen sich die Alumni, die im Finanzbereich tätig sind, mit 89 Prozent. Es folgen die Beschäftigten in der Technologie-Branche mit 87 Prozent. Auf Platz 3 stehen die Beratungen mit 78 Prozent. Schlusslichter bilden die Fertigungs- und Energiebranche mit jeweils 71 Prozent.

Auch bei der Einstellungspraxis sieht es aus Sicht der Alumni, von denen immerhin 59 Prozent Personalverantwortung haben, keineswegs schlecht aus. Die Frage, ob ihr Unternehmen auch weiterhin neue Mitarbeiter rekrutiert, bejahen fast zwei Drittel (62 Prozent) der Alumni in Deutschland. In Europa sind es 49 Prozent, außerhalb von Europa 55 Prozent.

Bei den Branchen, die auch in der Krise rekrutieren, führt der Gesundheitssektor mit 78 Prozent. Auch die Beratungsbranche und der Finanzsektor stellen mit 69 bzw. 68 Prozent weiter Mitarbeiter ein. Der Technologiebereich liegt mit 64 Prozent dabei erst an fünfter Stelle. Deutlich geringer wird der Anteil der rekrutierenden Unternehmen im Energiebereich und in der Fertigungsindustrie mit 57 bzw. 54 Prozent. Die Aussagen betreffen jeweils die Branchen, in denen die befragten Alumni arbeiten. Mehr Neueinstellungen trotz Krise gibt es im Digitalbereich, weniger in der Verwaltung.

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Befragt wurden 271 Absolventen (MBA, Executive MBA und Master of Science in Accounting/Taxation). Die Online-Umfrage fand von 20. Mai bis 15. Juni statt. 64 Prozent der Alumni arbeiten in Deutschland, 20 Prozent in Europa (außerhalb von Deutschland). 25 Prozent sind im Technologiesektor tätigt, 23 Prozent im Fertigungs- oder Chemiebereich.

Die Mannheim Business School gehört zu den führenden deutschen Business Schools. Sie bietet neben einem Vollzeit- und Part-time-MBA zudem drei Executive MBA-Programme für Führungskräfte an: den Mannheim Executive MBA, den ESSEC & Mannheim Executive MBA und Mannheim & Tongji Executive MBA mit der chinesischen Tongji-Universität. Die Business School ist bei den drei international wichtigsten Akkreditierungsorganisationen AACSB International, EQUIS und AMBA akkreditiert.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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