Executive MBA: Steigende Nachfrage

Von am 7. Januar 2020
Executive MBA ESADE MBA-Teilnehmer

Laut der neuesten Umfrage des Executive MBA Councils (EMBAC) werden Executive MBA Programme immer beliebter.

Seit 2015 sind die Bewerbungen für ein Executive MBA Programm um 31,6 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Umfrage des Executive MBA Councils (EMBAC) bei ihren Mitgliedschulen. Auch der Frauenanteil hat weiter zugenommen – allerdings auf kleinem Niveau. 2017 lag er bei 30,1 Prozent. Nun sind es 31,2 Prozent. Die Gründe für ein Studium liegen laut EMBAC vor allem in der Erweiterung der Fähigkeiten, der Karriereentwicklung und der Gewinnung neuer Perspektiven für das Unternehmen durch eine strategischere Sichtweise.

Der Executive MBA richtet sich an erfahrene Führungskräfte. Das Durchschnittsalter der MBA-Teilnehmer liegt daher bei 38 Jahren und rund 14 Jahren Berufserfahrung, davon neun Jahre Managementerfahrung.

Karrieremäßig zahlt sich das Studium häufig aus. 13,5 Prozent verdienen nach dem Abschluss mehr. Das durchschnittliche Gehalt plus Bonus-Paket beim Studienstart lag bei 207.731 Dollar. Am Ende des Studiums waren es 235.774 Dollar. 40 Prozent der befragten Teilnehmer wurden während des Studiums befördert. 54 Prozent bekamen mehr Verantwortung.

Das Jahrzehnte lange Wachstum bei den Programmen belege den Wert, den Unternehmen diesen Programmen bei der Leadership-Entwicklung zumessen, sagt Michael Desiderio, Executive Direktor des EMBAC. Das Studium gebe den Teilnehmern die Werkzeuge an die Hand, mit denen sie sich als kompetente Leader im Markt positionieren können.

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Dabei werden die Studiengänge immer internationaler. So gibt es bei 93,2 Prozent aller Studiengänge einen Studientrip ins Ausland. Rund 55 Prozent der Studiengänge integrieren Online-Elemente. Im Vorjahr waren es 54 Prozent. Mehr als 90 Prozent nutzen die Technologie für die Bereitstellung des Kursmaterials im Web.

Der Trend zum Selbstzahler hält an. War der Executive MBA vor einigen Jahren häufig noch eine Maßnahme der Personalentwicklung, bei der das Unternehmen die Studiengebühren ganz oder teilweise zahlte, so finanzieren heute knapp 53 Prozent ihr Studium selbst. Im Vorjahr waren es erst 45 Prozent. Nur noch bei 15 Prozent übernimmt der Arbeitgeber die vollen Kosten. Dementsprechend spielt der Karriereservice, den inzwischen 91,5 Prozent aller Programme anbieten eine immer größere Rolle.

Bei den Branchen, in denen die Teilnehmer arbeiten, führen Healthcare-, Pharma- und Biotechnologieunternehmen mit 13,3 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent). An zweiter Stelle stehen Technologiefirmen mit 9,9 Prozent (Vorjahr 9,5 Prozent).

Das Executive MBA Council ist eine weltweite Interessensvertretung von Business Schools. Die mehr als 200 Mitglieder (Colleges und Universitäten) betreiben mehr als 300 Executive MBA-Programme in mehr als 30 Ländern. Die Umfrage fand von April bis Juli 2018 statt und es wurden rund 85 Prozent der Programme erfasst.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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