Executive MBA: Immer mehr Online-Elemente

Von am 29. November 2018
Executive MBA Wharton School Wharton: EMBA-Studenten

Mehr als die Hälfte der Executive MBA Programme nützt Online-Elemente. Der Frauenanteil stagniert, der Anteil der Selbstzahler steigt. Das zeigt eine Umfrage des  Executive MBA Council.

54 Prozent der Executive MBA Programme integrieren Online-Elemente. 2015 waren es erst 42 Prozent. Am häufigsten dabei ist die Bereitstellung des Kursmaterials im Web. 17 Prozent der Programme geben eine Zunahme von Videoaufzeichungen im Klassenraum an. Und 56 Prozent nutzen Videos (Youtube), um ihr Programm zu promoten. 2014 waren es erst 44,7 Prozent.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Executive MBA Council, einer weltweiten Interessenvertretung von Business Schools.

Weitere Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt bei 38 Jahren. Sie haben im Schnitt 14 Jahre Berufserfahrung und waren davon knapp neun Jahre auf Managementpositionen.

Der durchschnittliche Anteil der Frauen liegt bei knapp 30 Prozent, ein Anstieg von 4,2 Prozentpunkten seit 2014. Im vergangenen Jahr waren es allerdings bereits 30,1 Prozent.

Bei den Branchen, in denen die Teilnehmer arbeiten, führen Healthcare-, Pharma- und Biotechnologieunternehmen mit 12,8 Prozent. An zweiter Stelle stehen Technologiefirmen mit 9,9 Prozent.

Der Trend zum Selbstzahler hält an. War der Executive MBA vor einigen Jahren häufig noch eine Maßnahme der Personalentwicklung, bei der das Unternehmen die Studiengebühren ganz oder teilweise zahlte, so finanzieren heute 45 Prozent ihr Studium selbst. 2015 waren es erst 41,2 Prozent. Nur etwas mehr als 35 Prozent bekommen einen Teil der Kosten von ihrem Arbeitgeber erstattet.

„Es gibt keinen Ersatz für ein Executive MBA Programm,“ behauptet Michael Desiderio, Executive Director des EMBAC. In Zeiten, in denen neue Technologien die Welt verändern, sei die Nachfrage nach Managern, die fähig sind, diese Technologien wirkungsvoll einzusetzen, höher denn je.

Die mehr als 200 EMBAC-Mitglieder (Colleges und Universitäten) betreiben mehr als 300 EMBA-Programme in 30 Ländern. Die Umfrage fand von April bis Juli 2018 statt und es wurden 87,5 Prozent der EMBA-Programme erfasst.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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