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FT-Ranking: IE erneut mit bestem Online-MBA

Von am 9. März 2016

Der Global MBA der IE Business School ist auch in diesem Jahr laut Financial Times das beste Online-MBA-Studium. Unter den 15 gerankten Programmen befinden sich neben dem Sieger aus Spanien, lediglich drei britische Schulen sowie eine aus Peru und eine aus Australien. Der Rest stammt aus den USA.

15 Monate dauert der Global MBA an der IE Business School in Madrid. Nur drei Wochen Präsenzunterricht sind dabei Pflicht. Der Rest läuft online. Einmal in der Woche gibt es Live-Unterricht, unter der Woche müssen die Studenten Beiträge zu den Foren schreiben und mit ihrem Team Aufgaben bearbeiten. Nun wurde das Programm bereits zum dritten Mal im Ranking der Financial Times (FT) zum besten Online-MBA gekürt.

Die IE Business School ziehe kontinuierlich hochkarätige Studenten an, schreibt die FT. Die Hälfte der Teilnehmer seien Senior Manager und ihr durchschnittliches Gehalt drei Jahre nach dem MBA-Abschluss sei mit 179.000 Dollar das höchste unter den 15 bewerteten Schulen. Die Gehaltsteigerung liegt bei 39 Prozent.

Platz 2 im Online-Ranking belegt erneut die britische Warwick Business School, gefolgt von der – in Europa weitgehend unbekannten – Hough Graduate School of Business an der University of Florida, die damit ihren dritten Platz halten konnte.

Auf Platz 4 (Vorjahr Platz 6) landet die Durham University Business School. Die Bradford University School of Management verliert drei Plätze und kommt auf Platz 11. Neueinsteiger ist die Australian Graduate School of Management (AGSM) an der Business School der University of New South Wales (UNSW) in Sydney auf Platz 8.

Um an dem Ranking teilnehmen zu können, müssen mindestens 70 Prozent der Inhalte online vermittelt werden. Bei neun der 15 bewerteten Schulen ist kein Aufenthalt auf dem Campus notwendig. Bei den restlichen sechs Schulen sind ein Wochenend-Kurs oder eine längere Präsenzphase Pflicht.

Im Unterricht setzen die Schulen eine breite Palette von Technologien ein, um einen interaktiven Austausch zu ermöglichen. Dazu gehören ein virtuelles Klassenzimmer, Live-Sessions und Multimedia-Materialien.

Die Bewertung der Bereitstellung von Online-Materialien und der Effektivität von Online-Examen werde  zunehmend besser, schreibt die FT. Attraktiv seien die Online-Programme auch aufgrund ihrer Flexibilität beim Studientempo. Bis auf das IE-Programm, das die Studienzeit auf 18 Monate beschränkt, haben die Teilnehmer durchschnittlich fünf Jahre Zeit, um ihr Studium zu beenden.

Bemerkenswert ist, dass die britische Open University Business School, die als Vorreiterin des Fernstudiums gilt und inzwischen auch Online-Materialien anbietet, erneut nicht im Ranking vertreten ist. 2014 landete sie noch auf Platz 13.

Auch die Henley Business School, die vor einigen Jahren noch zu den größten Fernstudien-Anbietern im MBA-Bereich gehörte, taucht nicht in der Rangliste nicht auf.

Bei der Gewichtung der Kriterien setzt die FT – wie auch bei den anderen Rankings – vor allem auf das Gehalt und den Gehaltszuwachs, die mit 30 Prozent den größten Teil der Bewertung ausmachen. Die Online-Interaktion – eigentlich das wichtigste Kriterium bei der Bewertung von Online-MBAs – wird dagegen mit lediglich 10 Prozent bewertet und ist damit genauso relevant wie die Zahl der veröffentlichten Forschungsbeiträge der Professoren. Ebenfalls mit 10 Prozent wird die Internationalität – etwa von Studenten, Professoren und Board – bewertet, was bei den ortsunabhängigen Online-Programmen recht seltsam anmutet. Dagegen spielt der Karrierefortschritt – in der Regel ein wichtiger Grund für das Absolvieren eines MBA-Programms – mit vier Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

 

 

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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