USA: Zweifel am Wert des MBA-Abschlusses

Von am 14. November 2019
USA

Eine Umfrage des Bildungsanbieters Kaplan Test Prep bei 156 MBA-Programmen in den USA zeigt, dass fast zwei Drittel der Admission Officer mit anhaltenden Rückgängen bei den Bewerberzahlen rechnen. Mehr als ein Fünftel sieht die Ursache dafür in Zweifeln am Wert eines MBA-Abschlusses.

In den USA sinken die Bewerberzahlen für MBA-Programme teils gravierend. Das gilt selbst für die Topschulen. So gab es an Top 10 in den USA im Bewerbungszyklus 2018-2109 rund 3.400 Studieninteressenten weniger als im Vorjahr. Das ist ein Rückgang von 5,9 Prozent. Das berichtet das MBA-Portal Poets &Quants.  

Nun zeigt eine neue Umfrage von Kaplan Test Prep, einem Anbieter von Testvorbereitungskursen, bei 156 Admission Officers, dass die Lage noch bedrohlicher ist. So glauben 63 Prozent, dass die Rückgänge weiter anhalten werden. Dafür sehen sie verschiedene Gründe. 42 Prozent glauben, dass die gute Wirtschaftslage viele davon abhält, ihren Job für ein MBA-Studium aufzugeben.

18 Prozent sehen die Abkehr internationaler Studenten von den USA aufgrund des politischen Klimas als Ursache. Vor kurzem hatten deshalb die Dekane von 50 US-Schulen und Institutionen einen Brandbrief an US-Präsident Trump geschrieben, in dem sie seine Einwanderungspolitik kritisieren und die negativen Folgen für die Wirtschaft aufzeigen.

Doch neben diesen beiden bekannten Gründen glauben auch 22 Prozent, dass Zweifel am Wert eines MBA-Studium schuld an den Rückgängen sind. 13 Prozent machen die hohen Kostem dafür verantwortlich und fünf Prozent glauben, dass die potentiellen Studenten der Meinung sind, dass heute weniger Jobs einen MBA voraussetzen.

Im Gegensatz dazu stehen allerdings die Rekordhöhen bei den Gehältern ihrer Absolventen, die einige Topschulen in den USA vermelden. Derzeit sei daher eine der besten Zeiten, ein MBA-Studium anzufangen, behauptet Jeff Thomas, Executive Director für Graduate-Programme bei Kaplan Test Prep. Schließlich sei durch den Rückgang der Bewerberzahlen auch die Konkurrenz um einen Studienplatz deutlich geringer.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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