US-Wahl: Über 1000 Professoren gegen Trump

Von am 2. November 2020
No Trump Vote chrisdorney/shutterstock.com

In einem offenen Brief fordern mehr als 1000 Professoren an Business Schools die CEOs der Unternehmen auf, sich bei der US-Wahl offen gegen Präsident Donald Trump zu positionieren. Das sei kein politischer Akt, sondern eine Frage des Gewissens.

Ende Oktober veröffentlichte der Harvard-Professor Deepak Malhotra seinen offenen Brief, in dem er die CEOs in den USA auffordert, Stellung gegen Donald Trump zu beziehen. Innerhalb von wenigen Tagen hatten bereits mehr als 1000 Professoren von amerikanischen Business Schools den Brief unterzeichnet, darunter jeweils mehr als 30 Professoren der Harvard Business School und der Wharton School.

Dazu gehören Nobelpreisträger wie die Stanford-Professoren Alvin Roth und William Sharpe, Adam Grant von der Wharton School, Jeffrey Pfeffer von Stanford und Edgar Schein vom MIT. Dabei heißt es ausdrücklich, dass die Unterzeichner nicht als Repräsentanten ihrer Universität oder Business School agieren und die Zuordnung zu einer Institution nur ihrer Identifizierung diene.

Große Gruppen von Veteranen, Generälen, Soldaten, Politikern, Wissenschaftlern, Ärzten, Botschafter, Beamten, Anwälten, Journalisten und anderen hätten sich bereits gegen einen Präsidenten gewendet, der die Wissenschaft verunglimpft, in Lügen versinkt, Gewalt anfacht, die Presse zu delegitimieren versucht und alles seinen politischen Interessen unterordnet vom Justizministerium über das Centers for Disease Control and Prevention bis zur Post und versucht, die Integrität der amerikanischen Wahlen zu unterwandern, heißt es in dem Brief.

Es sei Zeit für Business Leader, ihnen zu folgen und sich offen gegen die Bedrohung auszusprechen, die Trump für das Land bedeute. Für eine Profession, die ständig die Bedeutung von Unternehmenswerten verkünde, viel Wirbel um CSR-Initiativen veranstalte und stolz ihre Verpflichtungen für alles Mögliche wie Nachhaltigkeit, Inklusion und ethische Geschäftspraktiken betone, sei es unakzeptabel und unmoralisch, jetzt zu schweigen. Die Unterstützung des demokratischen Kandidaten Joe Biden bei dieser US-Wahl sei kein politischer Akt, sondern eine Frage des Gewissens.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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