Studie: Frauen setzen stärker auf Social Media

Von am 5. Januar 2018
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Frauen nutzen bei der Suche nach Informationen über Business Schools doppelt so häufig Social Media wie Männer. Das zeigt die neue Ausgabe der Studie GenerationWeb des britischen Beratungsunternehmens CarringtonCrisp.

Der populärste Social-Media-Kanal ist Facebook, den 95 Prozent der Befragten nutzen. Es folgen Instagram und WhatsApp mit je 83 Prozent. Während Facebook und WhatsApp von Männern und Frauen ungefähr gleich oft genutzt wird, informieren sich deutlich mehr Frauen (89 Prozent) als Männer (74 Prozent) auf Instagram. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Pinterest (32 Prozent bei den Frauen, 14 Prozent bei den Männern) und Snapchat (72 Prozent bei den Frauen, 55 Prozent bei den Männern).

Die sozialen Medien werden dabei vor allem dafür genützt, um Freunde zu informieren (56 Prozent) und mit sozialen Gruppen zu kommunizieren (55 Prozent). Aber fast die Hälfte (48 Prozent) nutzte Social Media  auch für ihr Studium. 2015 waren es erst 35 Prozent. An allen Aktivitäten nahmen Frauen öfter teil als Männer (60 versus 50 Prozent).

Bei 44 Prozent spielen soziale Medien auch eine Rolle bei der Entscheidung, wo und was sie studieren. Schulen brauchen eine klare Social-Media-Strategie, erklärt Andrew Crisp von CarringtonCrisp. Sie müsse über die Fakten hinausgehen attraktive Inhalte bieten, um potentielle Studenten anzuziehen,

Die Befragten sollten zudem aus 13 Informationen auf der Website der Schule diejenigen auswählen, die für sie am wichtigsten sind. An erster Stelle stehen dabei Rankings (81 Prozent), gefolgt von den Studiengebühren (73 Prozent). Dabei halten Männer Rankings mit 84 Prozent für wichtiger als Frauen. Das ist allerdings ziemlich konträr zu den Websites der Schulen. Dort findet man die Studiengebühren oft nur nach längerer Suche.

Die unterschiedliche Nutzung der sozialen Medien bei Männern und Frauen könne Schulen helfen, die Zahl der Bewerberinnen für ein MBA-Studium zu erhöhen, erklärt Andrew Crisp.

An der Studie, die in Kooperation mit der European Foundation for Management Development (EFMD) durchgeführt wurde, nahmen 459 Studenten aus 52 Ländern teil. Darunter waren 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer. 56 Prozent waren Bachelor-Studenten, 31 Prozent Master- und acht Prozent MBA-Studenten.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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