Stanford: MBA-Kurse zu sozialen Innovationen immer gefragter

Von am 17. Juni 2019
Stanford Stanford Campus von Stanford

95 Prozent der Studenten aus der aktuellen MBA-Klasse an der Stanford Graduate School of Business haben einen Kurs zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Wirtschaft und sozialen Innovationen belegt.

Immer mehr MBA-Studenten an der Stanford Graduate School of Business interessieren sich für das Thema soziale Innovationen. Lag die Zahl der MBA-Studenten und Teilnehmer des Stanford MSx, dem einjährigen Master für erfahrene Führungskräfte, die ein Zertifikat in “Public Management and Social Innovation” erhalten haben, 1990 bis 1999 lediglich bei 35, waren es 2010 bis 2019 bereits 114.

Zudem wächst das Interesse der MBA-Studenten am Thema Social Enrepreneurship. Hier ist die Zahl der Teilnehmer in den letzten drei Jahren von 12 auf 18 Prozent gestiegen.

Das Bestreben der Business School, sozial verantwortliche Führungskräfte auszubilden, geht bereits auf das Jahr 1971 zurück, als Stanford mit seinem “Public Management Program” eines der ersten Programme einführte, das sich mit der Interaktion von Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigte. Damals waren die 40 Plätze für Teilnehmer reserviert, die in den öffentlichen Dienst gehen wollten. Weil das Interesse der Studenten immer weiter zunahm, gründete die Schule 1999 das Center for Social Innovation.

Er sehe zwei Trends, erklärte der Dean der Stanford Graduate School of Business, Jonathan Levin. Zum einen kümmere sich eine bemerkenswerte Zahl der Studenten und Alumni neben ihrer beruflichen Karriere auch um die gesellschaftlichen Auswirkungen der Wirtschaft. Zum anderen suchten die Studenten zunehmend Antworten auf die großen gesellschaftlichen Fragestellungen der Welt und veränderten damit auch die Organisationen.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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