MBA-Studium: Immere höhere Kosten MBA Journal

MBA-Studium in den USA: Astronomisch hohe Kosten

Von am 11. Dezember 2014
© Schwertfeger

Das MBA-Studium an einer amerikanischen Top-Schule wird immer teurer. Erstmals hat eine Business School MBA-Interessenten mitgeteilt, dass sie für ein zweijähriges MBA-Studium Kosten von mehr als 200.000 Dollar einplanen müssen – für die Studiengebühren und Lebenshaltungskosten.

Die Rekordsumme hat die Stern School of Business an der University of New York veröffentlicht. Das berichtet die Website Poets&Quants. Die Zahl enthält Studiengebühren in Höhe von 60.744 Dollar pro Jahr, 3.884 Dollar Einschreibegebühren, 25.985 Dollar für Unterkunft und Verpflegung, 1.980 Dollar für Bücher und anderes Material und 8.118 Dollar für Verschiedenes. Kein Wunder, dass die MBA-Absolventen von Stern im vergangenen Jahr im Schnitt 116.533 Dollar Schulden hatten.

Was die Kosten angeht, stehen andere Schulen allerdings auch nicht viel besser da. Stanford gibt 202.870 Dollar an, wenn man allein auf dem Campus wohnt. Wer sich außerhalb eine Wohnung suchen muss, sollte 212.092 Dollar einplanen. Nach Stern und Stanford haben die Wharton School (195.084 Dollar), die Columbia Business School (192.936 Dollar) und MIT Sloan (192.028 Dollar) die höchsten Kosten. Dabei sind nicht nur die Kosten für den Lebensunterhalt gestiegen, sondern auch die Studiengebühren. In Wharton und an der Harvard Business School kostet das Studium in diesem Jahr stolze 10 Prozent mehr als vor zwei Jahren.

Addiert man noch die Opportunitätskosten für den zweijährigen Ausstieg aus dem Job dazu, muss man für ein MBA-Studium an einer der Topschulen in den USA leicht 350.000 Dollar hinblättern – eine astronomisch hohe Summe, die wiederum verständlich macht, warum viele MBA-Absolventen am liebsten in den Finanzbereich gehen, wo sich die höchsten Gehälter erzielen lassen. Schließlich müssen die Schulden wieder zurück bezahlt werden.

Dagegen ist ein MBA-Studium an der europäischen Topschule INSEAD – schon allein aufgrund der kürzeren Dauer von nur zehn Monaten – fast schon ein Schnäppchen. Die Studiengebühren liegen derzeit bei 62.500 Euro. Für Lebensunterhalt und sonstige Kosten veranschlagt die Schule 23.600 Euro. Das macht 86.100 Euro, also rund 106.600 Dollar.

Allerdings darf man trotz der hohen Kosten nicht vergessen, dass gerade in den USA viele MBA-Studenten ein Stipendium bekommen. Dafür stehen bei Stanford jährlich 12,5 Millionen Dollar, an der Harvard Business School sogar 31,5 Millionen Dollar zur Verfügung.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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