LMU: Triple Degree mit Master und MBA

Von am 5. Februar 2020
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Die LMU in München bietet zusammen mit der Loyola University in New Orleans und der SKEMA Business School in Paris ein neues Triple-Degree-Programm an. Die Absolventen bekommen einen amerikanischen MBA, das französische Diplôme Grande École und den deutschen Master of Science in Betriebswirtschaft.

Studieren in New Orleans, Paris und München und dafür drei Abschlüsse bekommen: Das ermöglicht ein neuer Studiengang der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zusammen der Loyola University in New Orleans und der SKEMA Business School in Paris, bei dem die Absolventen gleichzeitig einen amerikanischen MBA, das französische Diplôme Grande École und den deutschen Master of Science in Betriebswirtschaft erhalten.

Mit dem innovativen Angebot wollen sich die drei Universitäten besser im hart umkämpften Markt der Wirtschaftsmaster behaupten. „Wir freuen uns, dass die Fakultät für Betriebswirtschaft mit dieser Neuerung ihr Studienangebot erweitern kann und wir über dieses Kooperationsprogramm in der Lage sind, Interessenten auch einen MBA-Abschluss anzubieten“, erklärt Professor Bernd Huber, Präsident der LMU.

Das Programm beginnt mit einem Semester am Standort New Orleans, wo die Studierenden zwischen August und Dezember Kenntnisse in grundlegenden Managementfächern erwerben. Das zweite Semester verbringen sie auf dem SKEMA-Campus in Paris, bevor es im dritten Semester an die Ludwig-Maximilians-Universität nach München geht. Neben weiteren Spezialisierungskursen absolvieren sie dort ein Consulting-Projekt, in dem sie an realen Fragestellungen der Praxis arbeiten.

Mit den so erworbenen Credits erhalten die Absolventen das MBA-Zeugnis der Loyola University New Orleans. Interessierte Kandidatinnen und Kandidaten haben dann die Möglichkeit, im letzten Semester eine wissenschaftliche Abschlussarbeit anzufertigen, um das Diplôme Grande École der SKEMA Business School Paris und den Master of Science in Betriebswirtschaft der LMU München zu erhalten.

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Dabei profitieren die Studenten nicht nur von ihren Erfahrungen in drei Wirtschaftsnationen, sondern auch von den Career Services und dem Zugang zu den großen Alumni-Netzwerken der Schulen sowie von Kontakten zu Tausenden von Unternehmen. Der Zuschnitt des Curriculums sorge für eine fundierte Ausbildung, thematisiere Verantwortung und Nachhaltigkeit im Management und schärfe das Bewusstsein für den vielfach verlangten Entrepreneurial Spirit schreibt die LMU. Damit lege er den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere auf Führungsebene in multinational agierenden Unternehmen.

Bei dem neuen Programm werden zwei unterschiedliche Programmtypen vermischt. So richtet sich der M.Sc. in Betriebswirtschaft in der Regel an Bachelor-Absolventen ohne Berufserfahrung. Dagegen ist es das Ziel eines MBA-Programms, Teilnehmern mit Berufserfahrung Wissen im General Management zu vermitteln. Es handele sich um einen amerikanischen Fulltime-MBA, für den Berufserfahrung zwar erwünscht sei und erfahrungsgemäß in vielen Fällen auch vorliegen werde, aber sie wäre keine zwingende Voraussetzung, schreibt die LMU.

Zudem ist der MBA eher praxisorientiert ausgelegt, der M.Sc. dagegen stärker forschungs- und theorieorientiert. Und während der M.Sc. als konsekutives Studium meist einen Bachelor in Betriebswirtschaft voraussetzt, steht der neue Studiengang Bachelor-Absolventen aller Fächer offen – was wiederum den Voraussetzungen eines MBAs entspricht. In diesem Fall ist es ein amerikanischer MBA-Abschluss ohne Abschlussarbeit.

Die Einschreibung beginnt im August 2020. Die Studiengebühren für alle drei Abschlüsse liegen bei rund 50.000 Dollar.

Die Loyola University New Orleans hat über 4.000 Studenten. Sie bietet einen Part-time Professional MBA, einen einjährigen Fast-Track MBA und einen Online-MBA an. Die Business School ist von der AACSB akkreditiert.

Die SKEMA Business School hat rund 8.500 Studenten und 50 Studienprogramme. Sie verfügt über sieben Standorte: drei in Frankreich (Lille, Sophia Antipolis, Paris) und je einen in China (Suzhou), den Vereinigten Staaten (Raleigh), Brasilien (Belo Horizonte) und Südafrika (Kapstadt). Sie bietet nur einen Global Executive MBA an. Das Grande École Programm entspricht einem Master in Management. Die SKEMA hat die Triple Crown, also die drei wichtigsten internationalen Akkreditierungen von AACSB, AMBA und EQUIS.

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist eine der führenden und forschungsstarken Universitäten in Europa mit einer über 500-jährigen Tradition und gehört zu den deutschen Exzellenzuniversitäten. An der Fakultät für Betriebswirtschaft studieren 3.500 Studierende. Die Universität bietet keinen MBA an und hat auch keine der drei für Business Schools bzw. Wirtschaftsfakultäten international relevanten Akkreditierungen.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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