Zertifikate: Business Schools setzen auf Mini-Abschlüsse

Von am 31. Mai 2021
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Sieben von zehn Deans, Direktoren und Professoren von Business Schools halten künftig auch mehr Angebote für Zertifikate und Badges für notwendig. Das zeigt eine Umfrage.

Auch wenn das klassische MBA-Programm weiter gefragt ist, gibt es zunehmend Alternativen. Dazu gehören kürzere Angebote wie Zertifikate, Microcredentials und sogenannte Badges (digitale Zertifikate, die bestimmte Fertigkeiten oder Kenntnisse bestätigen).

Sieben von zehn Deans, Direktoren und Professoren glauben daher, dass Business Schools solche alternative Zeugnisse (Credentials) anbieten sollten. Das zeigt eine Umfrage des MBA Roundtable, einer globalen Vereinigung von mehr als 140 Business Schools. Der Report “Alternative Credentials in Graduate Business School” spiegelt dabei die Einstellungen von 112 Deans, Direktoren und Professoren an 85 Business Schools weltweit wieder.

Vor allem Programmdirektoren (40 Prozent) halten solche Angebote für sehr wichtig. Bei den Deans sind es nur 21 Prozent. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten bieten in ihren Schulen bereits alternative Credentials an, 28 Prozent wollen es in den nächsten zwei Jahren tun. 91 Prozent setzen dabei auf Zertifikate, 15 Prozent auf Badges und 13 Prozent auf Microcredentials.

Die meisten Angebote (63 Prozent) gibt es bereits zu Data Analytics. Weitere 67 Prozent der Schulen, die entsprechende Angebote planen, wollen Kurse dazu anbieten.

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46 Prozent der Schulen bieten alternative Credentials im Bereich Leadership und 38 Prozent im Bereich Entrepreneurship an. Bei Letzterem führen die öffentlichen Schulen mit 55 Prozent deutlich vor den privaten Schulen mit sieben Prozent.

Diese meisten aller Mini-Abschlüsse (64 Prozent) sind mit Credits (akademischen Leistungspunkten) verbunden und 59 Prozent haben formale Zugangsvoraussetzungen. Ein Drittel aller Zeugnisse können auf einen MBA angerechnet werden. 24 Prozent auf einen Master-Abschluss.

Fast drei Viertel der Befragten geben an, alternative Credentials anzubieten, weil der Markt danach fragt. 71 Prozent sagen, sie dienen dem lebenslangen Lernen. Jeweils 68 Prozent nutzen die Angebote, um wettbewerbsfähig zu bleiben oder als Marketing- und Recruiting-Tool und 58 Prozent für die Generierung von Einnahmen.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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