US-Schulen: STEM soll internationale Studenten anlocken

Von am 10. Februar 2020
Stern School von außen Stern School Stern School of Business

Immer mehr amerikanische Business Schools setzen in ihren MBA-Programmen auf eine STEM Ausrichtung. Grund sind vor allem die strengeren Visa-Regelungen.

Seit kurzem ist auch die Stern School of Business an der New York University dabei und hat ihrem Vollzeit-MBA den STEM Stempel verpasst. STEM steht für Science, Technology, Engineering und Math und entspricht daher den deutschen MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

In den Studiengängen muss mindestens die Hälfte der Kursinhalte in diesem Bereich liegen. Während manche Business School dafür eigene STEM-Spezialisierungen innerhalb des MBA-Programms anbieten, richten andere ihr gesamtes MBA-Programm danach aus.

Allein seit Anfang des Jahres sind die MIT Sloan School of Management, die Tuck School of Business und die Michigan Ross School of Business dazu gekommen. 2019 sprangen die Berkeley Haas School of Business und die Kellogg School of Management auf den Zug auf. Die erste US-Schule, die das STEM-Siegel ihr MBA-Programm erhielt, war 2018 die Simon School of Business an der University of Rochester.

Grund sind vor allem die verschärften Visa-Regelungen in den USA. Denn Absolventen von designierten STEM-Studiengängen dürfen nach ihrem Studienabschluss drei Jahre und damit dreimal so lange in den USA bleiben wie Absolventen eines „normalen“ MBA-Studiums.

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Internationale Absolventen können also weitere 24 Monate im Land bleiben und bei einem „Optional Practical Training“ Berufserfahrung zu sammeln. Um für das STEM-Programm akzeptiert zu werden, brauchen sie einen entsprechenden Abschluss einer akkreditierten US-Schule und eine Anstellung bei einem Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsstunden pro Woche und einem formalen Training in dem Bereich. Erst nach den zwei Jahren benötigen sie ein Arbeitsvisum

Geschaffen wurde das „STEM Designated Degree Program“ bereits 2016 von der US-Regierung, um dem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in dem Bereich – manche Schätzungen gehen von bis zu 3,5 Millionen neuen Jobs bis 2025 – entgegenzuwirken.

Für die US-Schulen sind die neuen Angebote vor allem eine Möglichkeit, wieder mehr internationale Studenten anzuziehen. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren vor allem durch Donald Trumps Einwanderungspolitik dramatisch gesunken. Das betrifft selbst einige Topschulen.

Eine Liste der MBAs mit STEM vom Juni 2019 findet man hier.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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