THE und WSJ starten neues MBA-Ranking

Von am 5. Juli 2017
Top50 Business Schools Fotolia ©Tim Die besten Business Schools

Die britische Times Higher Education will zusammen mit dem amerikanischen Wall Street Journal ein neues globales Ranking zu MBA- und Master-Programmen herausgeben. Die erste Veröffentlichung ist im Frühjahr 2018 geplant.

Die Financial Times bekommt Konkurrenz. Galten ihre globalen Rankings bisher als führend, da sich die amerikanischen Medien wie Businessweek oder der U.S. News & World Report auf den US-Markt konzentrieren und der britische Economist wegen seiner fragwürdigen Methodologie in die Kritik geriet, so will nun die britische Times Higher Education (THE) zusammen mit dem auflagenstarken amerikanischen Wall Street Journal (WSJ) den Ranking-Markt neu aufrollen. Bewertet werden sollen drei Programme: MBAs, Master in Finance und Master in Management.

Die genaue Methodologie steht noch nicht fest. Eine Kernkomponente werde eine einzigartige weltweite Umfrage von Absolventen sein. Sie solle erfassen, wie stark die Studenten durch den Unterricht intellektuell gefordert wurden und wie sie das Gelernte anwenden. Zudem soll es Fragen zur Interaktion mit den Mitarbeitern der Business School, der Praxisanwendung des Gelernten und der Empfehlung des Studiums geben. Auch die Lehrmaterialien, das Lernumfeld und die Karriereentwicklung nach dem Abschluss sollen erfasst werden. Die Datenerhebung soll bereits Ende August starten.

THE veröffentlicht bereits die World University Rankings, bei denen zuletzt 980 Universitäten weltweit bewertet wurden. Verantwortlich für das neue Ranking ist Phil Baty, Editorial Director für Global Rankings bei der THE. Berater für die neuen Global Business School Rankings ist Matt Symonds, ehemaliger Gründer der QS World MBA Tour und heute Direktor der MBA-Beratung Fortuna Admissions in den USA.

Das neue Ranking kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deans und Professoren von mehr als 20 Business Schools Kritik an den umstrittenen Ranking-Listen üben und sie als irreführend und unaufrichtig bezeichnen.

 

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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