Studie: Großbritannien beliebtestes Studienland

Von am 1. November 2022
Studienland pixabay geralt

Das beliebteste Studienland unter internationalen Wirtschaftsstudierenden ist Großbritannien, gefolgt vor den USA, der Europäischen Union, Kanada und Indien.

Das Vereinigte Königreich ist das beliebteste internationale Studienziel, wie die neueste Studie „Business of Branding“ von CarringtonCrisp in Zusammenarbeit mit EFMD (European Foundation of Management) zeigt.

In der Studie, die unter potentiellen Wirtschaftsstudierednen aus über 20 Ländern durchgeführt wurde, wählten 40 Prozent Großbritannien vor den USA (35 Prozent), der Europäischen Union (26 Prozent), Kanada und Indien (jeweils 19 Prozent) und sieben Prozent China.

3.004 beantworteten die Fragen. 54 Prozent Männer und 45 Prozent Frauen. Die Altersgruppen lagen von 16 bis 35. Die größte Gruppe (29 Prozent) erwägt, sich innerhalb der nächsten zwei Jahre für ein Bachelor-Studium zu bewerben. 24 Prozent interessieren sich für einen Master und 13 Prozent für einen MBA.

„Großbritannien war schon immer ein beliebtes Zielland, aber die jüngsten Umständen haben dazu geführt, dass es nun an erster Stelle steht“, kommentiert Andrew Crisp, Autor der Studie. „Die Wiedereinführung des zweijährigen Arbeitsvisums nach dem Studium, das bekannte britische Covid-Impfprogramm und das starke Angebot an Business Schools haben alle zu seiner positiven Wahrnehmung weltweit beigetragen“.

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Die Studie weist auch auf die wachsende Beliebtheit Indiens als Studienziel hin, was zum Teil mit den aktuellen Problemen in China zusammenhängt, aber auch mit der hohen Zahl von Indern unter den Befragten (577). „Indien und China sind die beiden wichtigsten Akteure im Bereich der Wirtschaftsausbildung in Asien. Chinas Streben nach einer Null-Infektionsstrategie erschwert jedoch die internationale Studentenmobilität erheblich. Inder bleiben daher lieber in Indien.

In der Studie wurde auch untersucht, welche Aspekte von Business Schools aus Sicht der Studenten am wertvollsten sind. Internationale Studienmöglichkeiten (30 Prozent) wurden als am wertvollsten angesehen, gefolgt von Programmen zur Förderung von Unternehmensgründungen (29 Prozent), der Arbeit an Beratungsprojekten mit Unternehmen (26Prozent) und der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel und Armut (22 Prozent

„Es überrascht nicht, dass Aspekte, die die Karriere der Studierenden unterstützen, als wertvoll angesehen warden“, sagt Crisp. Es gebe jedoch eine starke Nachfrage seitens der Studenten, ob die Wirtschaftshochschulen auch Möglichkeiten anbieten, der breiten Gesellschaft zu helfen, globale Probleme wie den Klimawandel zu bewältigen, und ob sie sich auch auf lokaler Ebene für wohltätige und ehrenamtliche Zwecke einsetzen. „Die Studierenden wollen und erwarten, dass Business Schools etwas bewirken können“, kommentiert der Studienautor.

Ein wichtiges Kriterium für Business Schools, um Studenten anzuziehen, sind die verschiedenen jährlichen Rankings. Die Studie untersuchte die Wahrnehmung der Rankings durch die Studenten und stellte fest, dass der wertvollste Aspekt die Anzahl der von den Dozenten veröffentlichten hochwertigen Forschungsarbeiten ist (31 Prozent), gefolgt von zwei karrierebezogenen Aspekten – dem Prozentsatz der Studenten, die während des Studiums ein Praktikum von mehr als einem Monat absolvieren (29 Prozent), und dem Prozentsatz der Studenten, die innerhalb von sechs Monaten nach dem Abschluss einen Job haben (28 Prozent).

Ein Online-Studium wollen nur sieben Prozent der Befragten. 46 Prozent bevorzugen ein Präsenzstudium und 47 Prozent ein Blended-Learning-Format.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.