Studie: Drei von zehn CEOs weltweit haben MBA

Von am 15. Januar 2018
AMBA

Eine neue Studie zeigt, dass 29 Prozent der CEOs weltweit einen MBA-Abschluss haben. Allerdings gibt es dabei erhebliche Unterschiede zwischen Nord- und Lateinamerika und Europa.

37 Prozent der CEOs in Nordamerika und 45 Prozent der CEOs in Zentral- und Südamerika haben einen MBA-Abschluss. Damit ist der MBA in diesen beiden Regionen der bevorzugte Master-Abschluss. Zwei Drittel aller Chefs mit einem Master-Abschluss (59 Prozent) haben einen MBA.

Ganz anders sieht es in Europa aus. Hier haben zwar mit 76 Prozent mehr Topmanager einen Master-Abschluss, allerdings nur 22 Prozent einen MBA. Stattdessen verfügen die Unternehmenschefs öfter über einen Master in einem technischen, wissenschaftlichen oder juristischen Fach.

Mit 22 Prozent liegt der Anteil der europäischen CEOs mit MBA dabei unter dem der Chefs mit MBA in Afrika (29 Prozent) und Australien und Asien mit jeweils 24 Prozent.

CEOs mit MBA

Grundsätzlich verfügen die Chief Executive Officers über eine gute Ausbildung. 97 Prozent haben mindestens einen Bachelor-Abschluss, 64 Prozent einen Master-Abschluss (inklusive MBA) und 10 Prozent sogar einen Doktortitel. Dabei gibt es aber deutliche regionale Unterschiede.

Den höchsten Bildungsstand haben die chinesischen Unternehmenschefs. Alle haben mindestens einen Bachelor-Abschluss, 33 Prozent – und damit mehr als in anderen Regionen – einen Doktortitel.

In Australien spielen akademische Abschlüsse dagegen offenbar eine geringere Rolle. Hier haben 14 Prozent keinen Hochschulabschluss und nur 38 Prozent einen Master oder Doktortitel.

Bei der Studie untersuchte das deutsche Studienportal Study.eu die Lebensläufe der größten Unternehmen der Forbes-Global-2000-Liste auf jedem Kontinent. Insgesamt wurden dabei 231 CEO-Lebensläufe analysiert.

Andere interessante Ergebnisse: Was das Geschlecht angeht, bleibt das Topmanagement auch weiter Männersache. Lediglich drei Prozent der CEOs sind Frauen. Von den sechs Topmanagerinnen leiten vier Firmen in den USA und zwei Konzerne in Indien. Etwas besser sieht es bei der internationalen Diversität aus. 18 Prozent der Chefs sind in einem Land geboren und aufgewachsen, in dem die Firma nicht ihre Zentrale hat. Am höchsten ist der Anteil in Australien mit 43 Prozent (wobei die meisten Manager aus Großbritannien und Neuseeland kommen) und in Europa mit 36 Prozent. Am niedrigsten ist er in Asien mit zwei Prozent.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .