Rauswurf des Uni-Präsidenten: Machtkampf an der EBS?

Von am 9. April 2015
EBS Universität für Wirtschaft und Recht © EBS

Verlässt der geschasste Uni-Präsident Rolf Wolff die EBS wirklich? Das sei gar nicht sicher, behauptet der Wiesbadener Kurier. Das ist Blödsinn, kommentiert Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Zimmermann.

„Machtkampf an der EBS-Universität“, titelte der Wiesbadener Kurier heute. Am 31.März hatte der Aufsichtsrat beschlossen, Wolff, der gleichzeitig auch Geschäftsführer der Hochschule war, vor die Tür zu setzen. Die Kündigungsfrist läuft bis 30.September. Es sei aber völlig offen, ob der bisherige Präsident Rolf Wolff die Hochschule tatsächlich verlässt, schreibt die Zeitung.

Er erfahre derzeit viel Unterstützung aus der EBS, wird Wolff, der sich derzeit im Urlaub befindet, zitiert. Nun wolle er mit dem Aufsichtsrat über sein künftiges Engagement sprechen. Zudem – so Redakteur Christoph Cuntz – könne der Aufsichtsrat den Uni-Präsidenten gar nicht kündigen. Er könne nur vom Senat abgewählt werden. Wolff, so die Zeitung weiter, habe den überwiegenden Teil der Studentenschaft, sowie einen Großteil der Professoren hinter sich. Zudem plane Wolff gemeinsame Studienprogramme mit der RWTH Aachen.

Dass ein Machtkampf an der EBS tobt, bezeichnet Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Zimmermann als „hundertprozentigen Blödsinn.“ Es gebe einen einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates zur Absetzung von Wolff, der vom ihm darüber informiert wurde. Entweder man gehe nun vernünftig mit der Sache um oder es werde eine entsprechende Reaktion des Aufsichtsrates folgen. Dabei deutet er an, dass ein Rausschmiss als Geschäftsführer automatisch auch den Rücktritt als Präsident erfordere. Zudem gebe es auch im Senat eine klare Mehrheit für die Entscheidung des Aufsichtsrates, behauptet Zimmermann. Inzwischen sind auf beiden Seiten Anwälte eingeschaltet.

Zu der Aussage, dass die Dietmar Hopp Stiftung angeblich mehrere Millionen Euro in die EBS stecken soll, will Zimmermann nichts sagen. Die Stiftung schweigt auf Anfrage. Spätestens am 18. April will sich der Aufsichtsrat zur finanziellen Lage der Universität und zu neuen Projekten äußern.

 

 

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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