Ranking von U.S. News: Stanford verteidigt Platz 1

Von am 3. April 2021
Ranking Pixabay David Mark

U.S. News kürt in seinem neuen Ranking Stanford erneut zur Business School mit dem besten Vollzeit-MBA. Auf Platz 2 liegt Wharton, gefolgt von Chicago und Kellogg sowie Harvard und MIT, beide auf Platz 5. Die Rangliste bewertet nur US-Programme.

Stanford, Wharton, Chicago, Kellogg sowie Harvard und MIT gemeinsam auf Platz 5. Das sind die Top 5 im neuen Ranking des Nachrichtenmagazins U.S. News, das als eine der wichtigsten MBA-Bestenlisten in den USA gilt.

17 Mal belegte die Harvard Business School seit 1990 den ersten Platz. Im vergangenen Jahr erreichte sie mit Rang 6 ihre bisher schlechteste Platzierung. In diesem Jahr kann sie sich wieder um einen Platz verbessern. Der Erzrivale, die Stanford Graduate School of Business, verteidigt seinen Spitzenplatz, den er sich 2020 noch mit der Wharton School teilen musste.

Platz 7 (Platz 6 entfällt wegen der Doppelplatzierung auf Platz 5) teilen sich die Columbia Business School und die Haas School of Business an der University of Berkeley. Platz 9 belegt die Yale School of Management, gefolgt von der Tuck School am Dartmouth College gemeinsam mit der Stern School of Business an der New York University auf Platz 10.

Während in den Ranglisten vom Economist und der Financial Times diesmal etliche der Topschulen fehlten, die ihre Teilnahme aufgrund der durch die Corona-Pandemie beeinflussten Daten verweigerten, sind im Ranking von U.S. News alle wichtigen Schulen vertreten. Nur zwei der Topschulen – Wharton und MIT – weigerten sich, neue Daten für das Ranking zu liefern, wie das MBA-Portal Poets & Quants berichtet und sieht das als Beweis für die Marktmacht der U.S. News Rangliste. Statt der fehlenden aktuellen Daten nutzte das US-Magazin einfach die Daten zur Zulassung und Beschäftigungsquote vom Vorjahr, um das Ranking so nützlich wie möglich für potentielle Studenten zu machen – eine durchaus fragwürdige Strategie.

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Unter den Top 25, die ihre Position verbessert haben, sind die McDonough School of Business an der Georgetown University, die vier Plätze auf Rang 21 aufstieg. Die Tepper School of Business an der Carnegie Mellon University gewinnt drei Plätze und kommt gemeinsam mit der Johnson Graduate School of Management an der Cornell University auf Rang 16. Die Tuck School schafft es wieder in die Top 10 (Vorjahr Platz 12).

Auch diesmal gibt es wieder rasante Auf- und Abstiege. Von den 95 Schulen, die bereits im Vorjahr dabei waren, verzeichnen 18 Schulen oder 19 Prozent der Top 100 zweistellige Auf- oder Abstiege. So steigt die Krannert School of Management an der Purdue University gleich um 36 Plätze von Rang 80 auf Platz 44.

Bemerkenswert ist die Veränderung der Zulassungsquote. Stanford, seit langem die Schule mit der strengsten Auslese, hat dieses Jahr 8,9 Prozent der Bewerber um einen MBA-Studienplatz zugelassen. Im Jahr zuvor waren es nur 6,9 Prozent. Harvard ist dagegen strenger geworden und ließ nur noch 9,2 Prozent der Bewerber zu. Im Vorjahr waren es 11,5 Prozent.

Die Corona-Pandemie schlägt sich auch bei der Beschäftigungsquote nieder. Nur elf der Top 25 schafften diesmal im Job Placement drei Monate nach Studienabschluss eine Quote von 90 oder mehr Prozent. Im Vorjahr war das noch bei 21 Schulen der Fall.

Am besten schnitt dabei die Foster School of Business an der University of Washington mit 94,2 Prozent ab. 53 Prozent der Absolventen bekamen dabei einen Job im Technologiebereich und 69 Prozent bleiben im Bundesstaat Washington, dem Firmensitz von Amazon und Microsoft.

Beim Sieger Stanford liegt die Beschäftigungsquote dagegen nur bei 85,3 Prozent. Harvard kommt auf 82,5 Prozent und damit auf die niedrigste Quote unter den Top 10.

Die Bewertung des Rankings von U.S. News basiert auf einem Peer-Assessment von Deans und MBA-Direktoren (25 Prozent) und einer Umfrage bei Recruitern (15 Prozent). Zudem werden die Einstiegsgehälter und Boni (14 Prozent), die Beschäftigungsquote beim Abschluss und drei Monate später (7 bzw. 14 Prozent), der GMAT-Wert (etwa 16 Prozent), der GPA-Wert aus dem Undergraduate Studium (rund acht Prozent) und die Quote der zugelassenen MBA-Bewerber (rund ein Prozent) herangezogen.

An dem aktuellen Ranking nahmen 364 MBA-Programme von US-Schulen teil, aber nur 141 lieferten genug Informationen. Alle gerankten Schulen haben eine Akkreditierung der AACSB.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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