MIP startet New Generation MBA

Von am 7. Februar 2022
New Generation MBA MIP

Die School of Management des MIP Politecnico di Milano will mit ihrem „New Generation MBA“ künftige Führungskräfte darauf vorbereiten, ihrem Erfolg einen Sinn zu geben und einen Beitrag zum Aufbau einer besseren Zukunft für alle zu leisten. Das klingt allerdings ziemlich schwammig.

„Die Geschäftswelt und die gesamte Gesellschaft befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel“, erklärt Federico Frattini, Dean des MIP Politecnico di Milano. Als Reaktion darauf habe man zusammen mit dem britischen Beratungsunternehmen „The Mind at Work“ beschlossen, das Vollzeit-MBA-Programm neu zu konzipieren, um eine neue Generation von Managern, Unternehmern und Fachleuten auf die sich kommenden Herausforderungen vorzubereiten.

Wenn Manager darüber nachdenken, was zur Bewältigung dieser Herausforderungen erforderlich sei, verwiesen sie nicht nur auf den Bereich der Hard Skills, sondern vor allem auf Fähigkeiten wie das Einbinden von Menschen, das Verständnis von Motivation und den Umgang mit Emotionen – vor allem in kritischen Situationen.

Das neue Programm soll den Studierenden daher neben den Kernthemen eines traditionellen MBA-Programms vermitteln, wie sie ein höheres Maß an Sinnhaftigkeit, Motivation und Effektivität bei sich selbst, ihren Teams und ihren Organisationen erreichen und sichern können.

Darüber hinaus sollen sie mit modernsten Methoden vertraut gemacht werden, um ihre Leistung zu steigern, indem sie ihr Bewusstsein für sich selbst und andere entwickeln. Durch dieses tiefere Bewusstsein und Verständnis der Komplexität sollen sie ihr Streben nach einem höheren Ziel und positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft mit einer nachhaltigen finanziellen Leistung verbinden.

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„Das ist echtes persönliches und berufliches Wachstum, eine persönliche Entdeckungsreise – nicht nur, damit man etwas bewirken kann, sondern damit man selbst der Unterschied wird“, erklärt Darren Rudkin, studierter Historiker Gründer von „The Mind at Work“. Das sei ein echter Durchbruch bei der Ausbildung an Business Schools, die in letzter Zeit dafür kritisiert worden seien, bei der Ausbildung einer neuen Generation von Führungskräften, die den Shareholder Value und positive Auswirkungen auf die Gesellschaft miteinander verbinden kann, versagt zu haben.

Wie das gehen soll, wird nicht so recht klar. Auf der Website heißt es: „Wir leiten die Menschen an, durch Praxis und ehrliche Gespräche zu lernen, Risiken einzugehen und zu experimentieren, bewährte Methoden auf persönliche Erfahrungen anzuwenden.“ Und weiter: „Im Mittelpunkt unseres Ansatzes steht der zielgerichtete Zustand, eine unsichtbare Energie in jedem Menschen, jedem Team und jeder Organisation. Dieser innere Zustand wirkt sich auf alle Menschen aus, ob sie eingeschränkt oder hoch motiviert sind, und wird durch unbewusste oder bewusste Ziele bestimmt, die in jeder Situation verfolgt werden.“

Die Grundlage der Methodik sei die Kombination der Arbeit einiger der bedeutendsten Psychologen des 20. Jahrhunderts. Genannt werden dabei Carl Rogers, Begründer der Gesprächstherapie, Viktor Frankl, Begründer der Logotherapie und Albert Ellis, Begründer der kognitiven Verhaltenstherapie.

Zustande kam die Kooperation durch den ehemaligen CEO des Herstellers von Notizbüchern Moleskine, Arrigo Berni, der heute Adjunct Professor an der Business School und der italienische Partner von „The Mind at Work“ ist.

Die School of Management des MIP Politecnico di Milano wurde 1979 von einem Konsortium der technischen Universität Politecnico Milano sowie italienischen Institutionen und führenden staatlichen und privaten Unternehmen gegründet. Die Schule bietet mehrere MBA- und Executive MBA-Programme an und hat eine Dreifach-Akkreditierung von AACSB, AMBA und EQUIS.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.