MBA-Studium: Frauenanteil wächst, aber langsam

Von am 7. Januar 2019
Frauenanteil Frankfurt School Frauen im MBA-Studium

Der Anteil der Frauen unter den MBA-Studenten an den Topschulen steigt weiter, aber langsam. Das berichtet die Forté Foundation.

Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein MBA-Studium. Derzeit liegt der Frauenanteil bei durchschnittlich 37,4 Prozent. Das sind 4,2 Prozentpunkte mehr als 2014. Im Vergleich zum Vorjahr sind es allerdings nur weniger als ein Prozent mehr. Bei den internationalen Schulen gab es – im Gegensatz zu den US-Schulen – dieses Jahr sogar einen leichten Rückgang von 36,2 Prozent auf 35,1 Prozent. Das berichtet die Forté Foundation, ein Konsortium von 53 Business Schools und zahlreichen Unternehmen, die Frauen bei ihrer Karriere unterstützen.

Mehr als ein Drittel (19 der 52 berücksichtigten Schulen) haben einen Frauenanteil von 40 oder mehr Prozent in ihrem Vollzeit-MBA. 2014 waren es erst drei Schulen. Die Marshall School of Business an der University of Southern California erreichte als erstes Mitglied der Forté Foundation sogar 52 Prozent. An der Kellogg School of Management sind es 46 Prozent, an der Tuck School of Business 45 Prozent und an der Imperial College Business School in London 45 Prozent. Immerhin mehr als die Hälfte der Schulen (29 Business Schools) haben 35 Prozent oder mehr Frauen. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2014. Damals waren es nur 14 Schulen.

Man strebe weiter bis 2020 einen Frauenanteil von 40 Prozent an den Partnerschulen an, um den Pool der weiblichen Führungskräfte zu vergrößern, erklärt Elissa Sangster, CEO der Forté Foundation. Schließlich zeigten unzählige Forschungsergebnisse, dass mehr Frauen in Toppositionen die finanzielle Performance von Unternehmen verbessern.

Die 2001 gegründete Forté Foundation kümmert sich mit verschiedenen Konferenzen und Programmen darum, dass mehr Frauen eine Managementausbildung absolvieren. Derzeit gehören 53 Business Schools zu ihren Mitgliedern, 38 in den USA, vier in Kanada und elf in Europa. Dazu gehören die ESADE Business School, die HEC Paris, INSEAD, die London Business School und die Oxford Saïd Business School. Als 53. Schule ist seit kurzem auch das IMD in Lausanne dabei, dessen Zahlen für die aktuelle Umfrage noch nicht berücksichtigt wurden. Eine deutsche Schule ist bisher nicht vertreten.

Eine der Initiativen ist das Forté Fellows Program, bei dem MBA-Studentinnen von den Mitgliedern mit einem Stipendium unterstützt werden. Bis heute haben die Schulen mehr als 142 Millionen Dollar an mehr als 6.300 Forté Fellows ausgeschüttet.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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