MBA-Absolventen: Rekordgehälter

Von am 1. Juli 2019
Gehalt Schwertfeger Rekordgehälter

Mit einem Gehalt von 115.000 Dollar verdienen MBA-Absolventen in den USA mehr als je zuvor. Das zeigt der „Corporate Recruiters Survey 2019“.

Ein MBA-Studium lohnt sich finanziell. Zumindest in den USA. Denn dort liegt der inflationsbereinigte Median bei 115.000 Dollar für das Grundgehalt. Das ist mehr als je zuvor und mehr als das Doppelte von dem, was Bachelor-Absolventen mit 55.000 Dollar verdienen. Aber auch Absolventen eines Masters in Management (MIM) verdienen mit 80.000 deutlich weniger. Die höchsten Gehälter gibt es in der Beratung (135.000 Dollar), in Finance/Accounting (125.000 Dollar). An dritter Stelle stehen die Gesundheits- und Technologiebranche mit jeweils mit 115.000 Dollar.

Die Zahlen stammen aus dem „Corporate Recruiters Survey 2019“ des Graduate Management Admission Council (GMAC). Befragt wurden 1.202 Arbeitgeber in 45 Ländern. Wie immer bei GMAC-Umfragen stammt die Mehrheit aus den USA. In diesem Fall sind es 79 Prozent der befragten Unternehmen. Aus Europa nahmen lediglich 13 Prozent teil. In Ost- und Südostasien waren es sogar nur drei Prozent. Die schmälert die Aussagekraft der Ergebnisse für diese Regionen natürlich deutlich.

In Europa liegt der entsprechende Median bei MBA-Absolventen mit 95.000 Dollar deutlich niedriger. In Asien sind es gerade mal 45.000 Euro. Interessant ist der Vergleich mit dem MIM. Hier liegt der Median in Europa bei 35.000 Dollar mit einer Spanne von 15.000 bis 55.000 Dollar. Das bedeutet, dass das Grundgehalt mit einem MBA in Europa etwa 2,7 Mal höher ist als mit dem MIM.

Insgesamt wollen 56 Prozent der befragten Unternehmen die Gehälter für MBA-Absolventen in diesem Jahr erhöhen.

MBAs sind weiter gefragt auf dem Arbeitsmarkt. 64 Prozent aller Unternehmen wollen in diesem Jahr MBA-Absolventen einstellen. Im Vorjahr waren es allerdings 69 Prozent. In den USA sind es 77 Prozent, in Asien 87 Prozent und in Europa 69 Prozent (Vorjahr 64 Prozent).

Dabei sind US-Firmen weiter zögerlich, wenn es um die Einstellung von internationalen Absolventen geht. Grund ist vor allem die Unsicherheit bei der Visa-Regelung. Nur 48 Prozent planen oder wollen internationale Kandidaten einstellen. In Europa sind es 71 Prozent, in Asien-Pazifik 69 Prozent.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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