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MBA in den USA: Strengere Auswahl

Von am 27. August 2015
Campus von Stanford

Wer ein MBA-Studium an einer der 50 Topschulen in den USA beginnen will, muss sich heute mehr anstrengen als vor zehn Jahren. Denn die Auswahl ist strenger geworden.

Am schwierigsten war es schon vor zehn Jahren in Stanford. Damals wurden 10,8 Prozent der Bewerber an der Graduate School of Business der berühmten Stanford University zugelassen. 2014 waren es sogar nur 7,1 Prozent. An der Harvard Business School waren es 2005 immerhin 15,7 Prozent, aber 2014 nur noch 11 Prozent. Das heißt, von 9.543 Bewerbern bekamen nur 1.053 einen Studienplatz.

Noch gravierender sank die Zulassungsquote an der Haas School of Business an der University of California in Berkeley von 23,1 Prozent auf 13,2 Prozent. Und bei der Sloan School of Management am MIT wurden statt 22,0 Prozent im letzten Jahr nur noch 13,8 Prozent der Bewerber angenommen. Die Top-Programme sind ein noch exklusiverer Club geworden, schreibt das MBA-Portal Poets&Quants, das die Zulassungsquoten zusammengestellt hat.

Das betrifft jedoch nicht nur Topschulen. So hatte etwa die Jones Graduate School of Business an der Rice University 2005 noch 62,6 Prozent der Bewerber zugelassen. 2014 waren es nur noch 26,2 Prozent. Grund dafür seien allerdings die üppigen Stipendien, so Poets&Quants. So hätten 94 Prozent der Studenten eine finanzielle Unterstützung bekommen, im Schnitt 33 320 Dollar. Und wer Stipendien vergibt, bekommt eben auch mehr und bessere Bewerbungen.

Gleichzeitig sind die Bewerber aber auch immer besser geworden, zumindest was die Punktzahl im Zulassungstest GMAT angeht. Das wiederum liegt vor allem an der Zunahme der internationalen MBA-Interessenten. Denn beim GMAT schneiden Studenten aus 53 Ländern besser ab als die Amerikaner.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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