MBA-Bewerber: Massiver Rückgang in den USA

Von am 19. November 2018
MBA-Bewerber Harvard Harvard Business School

Ein neuer GMAC-Report zeigt eklatante Rückgänge der MBA-Bewerber in den USA. Asien, Kanada und Europa gewinnen dagegen

Die US-Schulen verlieren an Attraktivität. Das zeigt eine neue Studie des Graduate Management Admission Councils (GMAC) zu MBA-Bewerbern. Insgesamt bleibe die Zahl der MBA-Bewerber zwar ungefähr stabil, aber es gebe erhebliche regionale Unterschiede, heisst es in dem Application Trends Survey Report 2018, an dem 363 Business Schools mit 1.087 Graduate-Programmen (Master und MBA) teilnahmen.

So verzeichnen 70 Prozent der zweijährigen Vollzeit-MBAs in den USA einen Rückgang der Bewerberzahlen. Bei den einjährigen Vollzeit-MBAs sind es 53 Prozent. Besonders stark ist dabei der Rückgang bei den internationalen Bewerbern: 71 Prozent beim zweijährigen MBA und 49 Prozent beim einjährigen MBA-Program. Grund ist vor allem ausländerfeindliche Politik von Donald Trump und die Anti-Einwanderungspolitik der USA.

Der Rückgang wäre noch größer, wenn die Zahlen der einheimischen Bewerber nicht gestiegen wären. So hat ihr Anteil innerhalb eines Jahres von 55 auf 63 Prozent zugenommen. Das bedeutet aber auch, dass die US-Programme, die schon bisher in punkto Internationalität deutlich hinter den europäischen Programmen lagen, noch weiter zurückgefallen sind.

In Europa liegt der Anteil der internationalen Bewerber bei 91 Prozent.

Auch beim Executive MBA geben 50 Prozent der amerikanischen Programme sinkende Bewerberzahlen an. Auch hier ist der Rückgang bei den internationalen Bewerbern mit 42 Prozent am größten.

Dagegen melden 75 Prozent der zweijährigen Vollzeit-MBAs in Asien/Pazifik mehr MBA-Bewerber.

In Europa ist das Bild gemischt. 45 Prozent der einjährigen MBAs haben einen Zuwachs, 42 Prozent einen Rückgang bei den Bewerbern. 2017 verzeichneten noch 76 Prozent einen Zuwachs. Leicht im Aufwind ist dagegen der Executive MBA: Hier haben 48 Prozent steigende Bewerberzahlen, bei 43 Prozent sind sie gesunken.

Grafiken: GMAC

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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