MBA-Absolventen: Weiter guter Jobmarkt

Von am 2. Juli 2018
Jobmöglichkeiten Shanghai: Stärkste Nachfrage in Asien

Die Jobmöglichkeiten für MBA-Absolventen bleiben gut mit leichter Abwärtstendenz. Das zeigt der neue „Corporate Research Survey Report“ des Graduate Management Admission Council (GMAC).

Insgesamt wollen 81 Prozent der befragten Unternehmen in diesem Jahr MBA-Absolventen einstellen. 2017 waren es noch 86 Prozent.

Ein Grund dafür ist die geringere Bereitschaft von US-Firmen, internationale Absolventen zu rekrutieren. Wollten 2017 noch 55 Prozent internationale Talente rekrutieren, so sind es nun nur noch 47 Prozent. Die Ursache seien Veränderungen oder mögliche Veränderungen der Visums- und Einwanderungs-Regeln, erklärt GMAC-Präsident Sangeet Chowfla.

Die meisten MBAs wollen zwar die größeren Unternehmen einstellen. Den größten Zuwachs gibt es jedoch bei den Start-ups. Haben im vergangenen Jahr 55 Prozent MBAs rekrutiert, so wollen 77 Prozent dies in diesem Jahr tun.

Die größte Nachfrage nach MBAs gibt es im asiatisch-pazifischen Raum, wo 90 Prozent der Unternehmen MBAs rekrutieren wollen. Bei den Branchen setzen vor allem Health Care, Technologie und Energie-/Versorgung auf MBAs.

Bei drei von vier Firmen steigen MBAs auf mittleren Positionen ein. Die größten Chancen, einen Job auf Senior- oder Executive-Ebene zu bekommen, gibt es bei mittelgroßen Unternehmen. Am häufigsten werden dabei die Bereiche Geschäftsentwicklung, Data Analytics und Marketing genannt. Dabei landen die meisten MBAs in strategischen Positionen.

In den USA liegt der Mittelwert des Grundgehalts für MBA-Absolventen bei 105.000 Dollar, in Europa sind es 65.000 Dollar und in Asien 35.000 Dollar. Auch beim Signing Bonus führen die USA mit einem Mittelwert von 10.500 Dollar. Während dort 56 Prozent der Unternehmen neuen Mitarbeitern einen Bonus zahlen, sind es in Europa nur 20 Prozent.

Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) wollen die Einstiegsgehälter dieses Jahr erhöhen. In den USA sind es 65 Prozent, in Europa 52 Prozent und in Lateinamerika 67 Prozent.

Der „Corporate Recuiters Survey Report“ wurde im Februar und März 2018 vom Graduate Management Admission Council (GMAC) zusammen mit der European Foundation for Management Development (EFMD) und der MBA Career Services & Employer Alliance (MBA CSEA) sowie 96 teilnehmenden Business Schools durchgeführt. Geantwortet haben 1066 Mitarbeiter von Unternehmen aus 42 Ländern, die mit den teilnehmenden Schulen zusammenarbeiten.

Wie stets bei GMAC-Umfragen sind die Ergebnisse stark US-lastig. So stammen 58 Prozent der befragten Unternehmen aus den USA und nur 19 Prozent aus Europa. Je 20 Prozent haben bis zu 100 oder 100 bis 999 Mitarbeiter. 24 Prozent sind im Bereich Produkte/Services tätig, 20 Prozent sind Beratungen und 16 Prozent kommen aus der Finanz- und Accounting-Branche.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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