INSEAD mit neuem Campus in den USA

Von am 20. Januar 2020
INSEAD INSEAD Virtuelle Darstellung des neuen INSEAD Hub

INSEAD, eine der führenden Business Schools der Welt mit Standorten in Frankreich, Singapur und Abu Dhabi, eröffnet einen Campus in San Francisco. Angeboten werden Executive Education Programme.

INSEAD weitet seine globale Präsenz aus und bietet in seinem neuen INSEAD San Francisco Hub for Business Innovation in der Innenstadt von San Francisco ab Februar 2020 verschiedene Weiterbildungsprogramme aus seinem Portfolio an. Dazu gehören die Kurse: Transition to General Management, International Directors Programme, Integrating Performance and Progress, Blue Ocean Strategy, Leading Digital Transformation and Innovation und The Future of AI in Partnerschaft mit der Singularity University.

Zudem sollen die Räume für maßgeschneiderte Managementprogramme für amerikanische und internationalen Unternehmen genutzt werden.

Neben der Weiterbildung soll „The Hub“ auch als Ort für gemeinsame Events mit Firmen, Alumni und Professoren genutzt werden und so neue Beziehungen und Kontakte und damit auch INSEAD’s Mission fördern: Menschen, Kulturen und Ideen zusammenzubringen, um verantwortungsvolle Leader zu entwickeln, die die Wirtschaft und Gesellschaft verändern.

Durch die globale Verbreitung technologischer Innovationen müssten Führungskräfte heute überall auf der Welt in kurzer Zeit ihre Strategien und Organisationen verändern, erklärt Peter Zemsky, Dean of Innovation. Gleichzeitig müssten sie sich den dramatisch veränderten Erwartungen an den Einfluss und Nutzen ihrer Produkte auf die Gesellschaften anpassen. Mit seinem gloablen Netzwerk und seiner globalen Forschung sei INSEAD ein idealer Ort, dieses Lernen zu ermöglichen.

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Von seinen Ursprüngen im Nachkriegseuropa habe sich INSEAD zum Ziel gesetzt, Menschen mit verschiedenen Nationalitäten und Perspektiven zusammenzubringen, um voneinander zu lernen, Brücken zu bauen und verantwortungsvolle Leader zu entwickeln, betont auch INSEAD Dean Ilian Mihov. Die neue Präsenz in Nordamerika eröffne dabei ein neues Kapitel und man sei den vielen Alumni dankbar für ihre Spenden, die den Umbau des historischen Gebäudes in ein modernes Lernzentrum ermöglichen.

In seiner mehr als 60jährigen Geschichte sei INSEAD immer ein Pionier gewesen: 1959 war es die erste internationale Business School, die außerhalb den USA gegründet wurde. Es war die erste Schule, die ein einjähriges MBA-Programm anbot und die erste Schule, die maßgeschneiderte Managementprogramme für Unternehmen offerierte. Und INSEAD war die erste Business School mit einem eigenen Campus auf mehreren Kontinenten. Bereits 2000 wurde der Campus in Singapur eröffnet, 2010 folgte Abu Dhabi.

Die neue Präsenz in der Nähe des Silicon Valley und der beiden forschungsstarken Topunis Stanford und Berkeley dürfte für INSEAD durchaus eine Herausforderung sein. Denn auch wenn es zu begrüßen ist, US-Managern gerade in Zeiten der zunehmenden Abschottung der USA eine globalere Perspektive zu vermitteln, bleibt doch abzuwarten, ob die sich bei ihrer Weiterbildung für eine Schule europäischen Ursprungs entscheiden.

Allerdings wächst auch bei den Amerikanern zunehmend die Erkenntnis, dass die europäischen Business Schools deutlich internationaler als die US-Schulen sind. So stellen die Amerikaner mit acht Prozent der MBA-Studenten am INSEAD bereits die zweitgrößte Gruppe nach den Indern mit zehn Prozent.

INSEAD gehört zu den führenden und internationalsten Business Schools weltweit. Die Schule hat 165 Fakultätsmitglieder aus 41 Ländern. Jährlich absolvieren mehr als 1.300 Teilnehmer den MBA oder den Global Executive MBA, die beiden spezialisierten Master (Executive Master in Finance und Executive Master in Change) und das PhD-Programm. Dazu kommen mehr als 11.000 Teilnehmer an den Executive Education Programmen.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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