INSEAD: Jeder vierte MBA mit dreifachem Karrierewechsel

Von am 12. Juli 2021
INSEAD INSEAD Campus Fontainebleau

Jedem vierten MBA-Absolventen am INSEAD gelingt ein dreifacher Karrierewechsel von Branche, Funktion oder Land.

Drei von vier MBA-Absolventen an der INSEAD Business School wechseln nach dem Studium entweder die Branche, die Funktion oder das Land. 57 Prozent wechseln die Funktion, 49 Prozent die Branche und 48 Prozent das Land. Und ein Viertel macht sogar einen dreifachen Wechsel. Das zeigt der neue Employment Report.

Damit stellt INSEAD die US-Schulen in den Schatten, obwohl das Studium dort zwei Jahre dauert und das mehrmonatige Internship zwischen den Studienjahren oftmals als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Karrierewechsels gilt. Das MBA-Studium am INSEAD dauert dagegen nur zehn Monate.

Wer einen MBA am INSEAD macht, der arbeitet nach seinem Abschluss oft nicht in seinem Heimatland. Spitzenreiter sind hier die Libanesen. Lediglich vier Prozent gehen zurück in den Libanon. Bei den Indern sind es 16 Prozent, die es zurück nach Indien zieht. Aber auch bei den Amerikanern treibt es 61 Prozent woanders hin.

Anders ist es bei den Deutschen. Hier kehren 80 Prozent nach Deutschland zurück, was auch daran liegen mag, dass etliche von ihrem Arbeitgeber – vor allem den großen Consultingfirmen – beim Studium unterstützt werden. Genauso hoch ist der Anteil der Rückkehrer bei den Japanern. Bei den Absolventen aus Singapur sind es sogar 91 Prozent, bei den Schweizern 77 Prozent.

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Auch bei der Größe hat die Schule, die Standorte in Frankreich, Singapur und Abu Dhabi hat, die amerikanischen Topschulen überholt. Mit 1.017 MBA-Studenten hatte sie 2020 weltweit die meisten MBA-Absolventen im Jahr, fast hundert mehr als die Harvard Business School mit 932 Absolventen. Die Wharton School kommt auf 904 Abschlüsse und die Stanford Graduate School of Business als kleinste der Topschulen gerade mal auf 391.

INSEAD hat auch die vielfältigste Studentengruppe unter den Business Schools. In der letzten Klasse waren 85 Nationalitäten vertreten. Die beiden größten Gruppen kommen aus Indien (15,1 Prozent) und China (10,4 Prozent). Es folgen die Amerikaner mit 8,8 Prozent, die Brasilianer mit 7,7 Prozent und die Spanier mit 7,1 Prozent. Die Deutschen liegen mit 5,5 Prozent auf Platz 7.

Die Franzosen stellen 4,6 Prozent und aus Singapur, wo sich neben dem Campus in Fontainebleau bei Paris ein weiterer Campus befindet, kommen 3,6 Prozent der Studenten.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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