HEC Paris mit neuer strategischer Partnerschaft in China

Von am 25. Juni 2018
HEC Paris HEC Paris HEC Paris in China

Die HEC Paris hat in Anwesenheit des französischen Premierministers Kooperationsvereinbarungen mit zwei chinesischen Universitäten unterzeichnet. Ziel ist es, gemeinsame Abschlüsse und Executive Education Programme zu entwickeln und die akademische Forschung zu verstärken.

Wenn die HEC Paris im Ausland aktiv wird, erhält sie dabei oftmals Untersützung von der Politik. Diesmal war Premierminister Edouard Philippe, begleitet von der Ministerin of Higher Education, Research and Innovation, Frédérique Vidal, und vom Minister of State for the Digital Sector, Mounir Mahjoubi, dabei, als in Shenzhen eine entscheidende strategische Vereinbarung zwischen der HEC Paris und der Southern University of Science and Technology (SUSTech) unterzeichnet wurde.

In diesem Rahmen verkündeten die beiden Hochschulen auch die Einrichtung einer Sino-Französischen Innovation Plattform in Shenzhen, die Wissen, Training und Kooperationsmöglichkeiten für technologische Unternehmen in beiden Ländern bieten soll.

Ziel der Partnerschaft ist es auch, akademische Abschlüsse und Executive Programme für die High-Tech- und Digital-Industrie zu entwickeln. Die Allianz sei für beide Schulen eine phantastische Gelegenheit, ihre Wettbewerbsposition in Asien und Europa zu verstärken, betont Peter Todd, Dean der HEC Paris. Auch die gemeinsame akademische Forschung soll dabei verstärkt werden.

Außerdem fördere die neue Allianz die Sichtbarkeit der HEC Paris im südlichen China und damit einer Region, die bekannt ist für Innovation und Unternehmertum.

Shenzhen liegt im Süden der Provinz Guangdong und grenzt an Hongkong. Die Stadt ist als Sonderwirtschaftszone ein bedeutender Standort für ausländische Investitionen vor allem in der Elektronik- und der Telekommunikationsindustrie. Shenzhen ist Sitz einiger der erfolgreichsten chinesischen High-Tech Unternehmen wie BYD, Huawei, Tencent und ZTE. Auch der weltweit größte Elektronikhersteller Foxconn hat hier seinen Sitz.

Zudem wurde in Anwesenheit von Ministerin Frederique Vidal, in Peking eine Kooperation mit der Academy of Arts and Design der Tsinghua University unterzeichnet, um einen neuen Executive Master in Media, Art and Creation anzubieten. Der gemeinsame Studiengang soll noch dieses Jahr in China starten.

Die HEC Paris und die Tsinghua University kooperieren bereits seit 2006. So gibt es Doppel-Abschlüsse beim Master in Management, Master in Finance und MBA sowie Executive Education Programme wie das Advanced Management Program in Mode und Luxus.

Die 1881 von der Industrie- und Handelskammer gegründete HEC Paris bietet zahlreiche Master-Programme an, darunter einen Vollzeit MBA, den HEC Executive MBA und den TRIUM Global Executive MBA. Zudem nehmen jedes Jahr mehr als 8.000 Manager an den Executive Education Programmen teil.

2011 wurde die HEC Paris das erste europäische Mitglied des Qatar Foundation Management, Education and Research Center (QF-MERC) in Doha, der Hauptstadt des Golfstaates Katar und bietet dort Executive Education Programme und einen Executive MBA an. Die Verhandlungen mit der HEC dauerten damals drei Jahre und zunächst war die Business School bei den sehr wählerischen Katarern nicht die erste Wahl. Doch dann half wohl die Unterstützung der damaligen First Lady Carla Bruni, die sich 2009 in Katar für die Schule stark machte.

Die HEC hat eine dreifache internationale Akkreditierung (AACSB, AMBA und EQUIS). Im weltweiten MBA-Ranking der Financial Times landete die Schule zuletzt auf Platz 21. Im November 2017 verkündete Dean Peter Todd, dass die HEC Paris künftig zu den zehn besten Business Schools der Welt gehören will.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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