Harvard startet mit seiner größten MBA-Klasse

Von am 30. August 2021
Harvard Natalie Keyssar for HBS

Erstmals beginnen mehr als tausend Studenten ihr MBA-Studium an der Harvard Business School.

Immer wieder wurde das Ende des zweijährigen MBA-Studiums beschworen. Schließlich boomen die Online-MBAs. Sie ermöglichen nicht nur mehr Flexibilität, sondern kosten oft auch nur einen Bruchteil des Präsenzstudiums an einer Topschule. Und der musste wegen der Corona-Pandemie oftmals auf Online-Unterricht umgestellt werden. Doch offenbar hat das alles die Beliebtheit des klassischen MBA-Studiums sogar noch erhöht. Das gilt zumindest für die Harvard Business School.

Erstmals in ihrer Geschichte starten an der Business School bei Boston in diesem Jahr mehr als tausend neue MBA-Studenten. Rund hundert der neuen Studenten wurden bereits im letzten Jahr zugelassen, hatten ihren Studienstart jedoch wegen der Pandemie verschoben. Um zu vermeiden, dass die diesjährigen Bewerber dadurch benachteiligt werden, fügte die Business School 90 neue Studienplätze dazu.

9.773 haben sich für einen Studienplatz beworben. Im Vorjahr waren es 9.304. Die internationalen Studenten machen einen Anteil von 37 Prozent aus. 2020 waren 33 Prozent – nicht zuletzt wegen Corona. Zwei Drittel kommen aus Nordamerika, 13 Prozent aus Asien, acht Prozent aus Europa und sechs Prozent aus Mexiko, Zentralamerika und Südamerika. Der Mittlere Osten und Afrika stellen je drei Prozent und ein Prozent kommt aus Ozeanien, also Australien, Neuseeland oder der Südsee.

Quelle: www.hbs.edu/mba

46 Prozent der 1010 Studenten sind Frauen – ebenfalls ein Rekord. Das Durchschnittsalter liegt bei 27 Jahren. Die durchschnittliche Berufserfahrung bei 5,0 Jahren. 41 Prozent haben einen Bachelor-Abschluss in Ökonomie oder Business, 43 Prozent einen in STEM-Fächern (Science, Technology, Engineering und Mathematics). 17 Prozent haben Geistes- oder Sozialwissenschaften am College studiert.

Die meisten (27 Prozent) haben vor dem MBA-Studium in der Finanzwirtschaft gearbeitet, 17 Prozent in der Beratung und je elf Prozent in der Technologiebrache oder in Industrie-, Produktions- oder Energieunternehmen. Immerhin acht Prozent kommen aus Nonprofit-Organisationen, Regierungsstellen oder dem Bildungsbereich und sieben Prozent aus dem Gesundheitsbereich und der Biotechnologie.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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