GMAT an Topschulen: Gemischtes Bild

Von am 19. März 2018
GMAT Stanford Campus von Stanford

Wer einen Studienplatz an einer der Topschulen ergattern möchte, braucht einen guten GMAT-Wert. Schließlich steigt die durchschnittliche Punktzahl seit Jahren. Doch es gibt Ausnahmen.

An vielen Topschulen liegt der Durchschnitt beim GMAT bei über 700 Punkten. An der Stanford Graduate School of Business waren es zuletzt 737 Punkte, an der Kellogg School of Management 732 und an der Harvard Business School 729.

Eine Analyse der GMAT-Werte an den Topschulen zeigt jedoch, dass auch Bewerber mit einem Wert um die 500 Chancen haben.

Das Webportal Poets & Quants hat dafür die niedrigsten und die höchsten Durchschnittswerte der Schulen zusammengestellt.

So lag der niedrigste Wert an der Wharton School bei 530, an der Harvard Business School und an der MIT Sloan School of Management jeweils bei 580. Am niedrigsten war er an der Fuqua School of Business an der Duke University mit 510.

Für so manche führende europäische Schule reichte das offenbar nicht. Am INSEAD, an der London Business School und der HEC Paris lag der niedrigste Wert bei 600.

Das Ergebnis zeigt, was Vertreter der Schulen schon lange predigen: Der GMAT-Wert allein ist nicht ausschlaggebend für die Zulassung. Allerdings muss der Kandidat dann mit anderen Stärken punkten.

Das Testergebnis sei zwar wichtig, aber eben nur ein Stück des Kuchens, erklärte Russ Morgan, Senior Associate Dean an der Fuqua School. Wichtiger sei es, ob ein Kandidat auch für das Programm und seine Werte passe. Bei Fuqua sei das ein Führungsstil, der Unterschiede schätzt und versucht, die Stärken der anderen zu nützen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Der Graduate Management Admission Test (GMAT) ist der Standardtest an mehr als 6.000 Business Schools weltweit. Er misst verbale und mathematisch/logische Fähigkeiten und wird nur auf Englisch und computerunterstützt durchgeführt. Die Ergebnisse können zwischen 200 und 800 Punkten liegen, üblich sind Ergebnisse zwischen 400 und 600 Punkten.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

2 Comments

  1. Steffen

    5. April 2018 at 16:01

    Im Poets&Quants-Artikel wird allerdings über „Mean-Scores“, d.h. den Durchschnitt berichtet – nicht den Median. Der Median beim GMAT könnte auch nur volle Zehnerwerte annehmen (z.B. 680, 690, 700, …).

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