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FT-Ranking: IE mit bestem Online-MBA

Von am 12. März 2015

Der Global MBA der IE Business School ist das beste Online-Studium. Das zeigt zumindest das neue Ranking der Financial Times zu Online-MBAs. Unter den 15 gerankten Programmen befinden sich neben dem Sieger aus Spanien, lediglich drei britische Schulen sowie eine aus Peru. Der Rest stammt aus den USA.

15 Monate dauert der Global MBA an der IE Business School in Madrid. Nur zwei Wochen Präsenzunterricht sind dabei Pflicht. Der Rest läuft online. Einmal in der Woche gibt es Live-Unterricht, unter der Woche müssen die Studenten Beiträge zu den Foren schreiben und mit ihrem Team Aufgaben bearbeiten. Derzeit nehmen 200 Studenten aus rund 50 Nationen an dem Programm teil und nun ist es erneut auf dem Spitzenplatz im Online-Ranking der FT gelandet.

Platz 2 im Online-Ranking belegt die britische Warwick Business School, gefolgt von der – in Europa weitgehend unbekannten – Hough Graduate School of Business an der University of Florida mit ihrem Internet MBA.

Auf Platz 6 landet die Durham University Business School mit ihrem Global MBA. Die Bradford University School of Management erreicht Platz 8 mit ihrem Distance Learning MBA.

Neueinsteiger sind die Isenberg School of Management an der University of Massachusetts Amherst mit ihrem Isenberg Online MBA (Platz 11) sowie die Chapman Graduate School of Business an der Florida International University mit ihrem Corporate MBA (Platz 14)

Ihren Spitzenplatz dürfte die IE Business School dabei vor allem dem hohen Gehalt bzw der Gehaltssteigerung verdanken. So weist der Global MBA mit 152.966 Dollar das höchste Gehalt unter den 15 gerankten Studiengängen auf. Und – wie bei allen FT-Rankings – zählt das Gehalt mit 30 Prozent am meisten bei der Bewertung.

Dabei ist die Gewichtung der Kriterien nicht unbedingt nachvollziehbar. So macht die Online-Interaktion – eigentlich das wichtigste Kriterium bei der Bewertung von Online-MBAs – gerade mal 10 Prozent aus und damit genauso viel wie die Zahl der veröffentlichten Forschungsbeiträge der Professoren. Ebenfalls mit 10 Prozent wird die Internationalität – etwa von Studenten, Professoren und Board – bewertet, was bei den ortsunabhängigen Online-Programmen eine recht seltsame Gewichtung ist. Dagegen spielt der Karrierefortschritt – in der Regel ein wichtiger Grund für das Absolvieren eines MBA-Programms – mit vier Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Die britische Open University, die in diesem Jahr den 25. Geburtstag ihres MBA-Programms feiert und an der bisher rund 25.000 Teilnehmer aus 128 Ländern ihren MBA erworben haben, ist nicht mehr im Ranking vertreten. Im vergangenen Jahr erreichte die älteste und größte europäische Fernuni noch Rang 13.

Auch die Henley Business School, die vor einigen Jahren noch zu den größten Fernstudien-Anbietern im MBA-Bereich gehörte, taucht nicht im Ranking auf.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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