Forbes setzt Ranking aus

Von am 16. August 2022
Forbes pixabay StockSnap

Forbes verschiebt sein Ranking. Grund sei der Abgang des zuständigen Redakteurs.

Eigentlich sollte das alle zwei Jahre erscheinende Ranking am Herbst 2021 erscheinen. Nun wird noch mal verschoben. Forbes rankt die Business School allein aufgrund ihres Return on Investment – eine durchaus umstrittene Methode. Dennoch gilt es neben dem Ranking der Financial Times, U.S. News & World Report, Bloomberg Businessweek, und Economist als eines der einflussreichsten Rankings.

Grund für die Verschiebung sei der Angang des Redakteurs Kurt Badenhausen, berichtet das MBA-Portal Poets&Quants. Der Senior Editor galt als der „Guru“ des Rankings. Sein Weggang zur Plattform Sportico habe bei dem Magazin eine Lücke hinterlassen, wie man die Daten sammelt und analysiert.

Die letzte Bestenliste für Vollzeit-MBA in den USA stammt von 2019. Forbes veröffentlichte zudem zwei MBA Rankings für einjährige und zweijährige internationale Programme. 2019 lag das IMD auf Platz 1 bei den einjährigen Programmen, die London Business School bei zweijährigen Programmen.

Die Entscheidung, kein Ranking zu veröffentlichen, kommt zu einer Zeit, in der die Ranglisten unter massiver Kritik stehen. Erst vor kurzem gab der Economist bekannt, dass er ganz aus dem Ranking-Geschäft aussteigt. Zu wirr waren die Ergebnisse, zu sehr hatte man bei der Auswertung geschlampt.

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Das Ranking von Bloomberg Businessweek steht unter Kritik seitdem Anjani Jain, Deputy Dean an der Yale School of Management, eine Analyse der Methodologie und Daten der Rangliste von 2021 machte und auf eine anderen Rangfolge kam. Danach würden 23 von 25 Topschulen eine andere Bewertung haben. Bloomberg Businessweek wies die Kritik zurück.

Rankings stehen mehr denn je unter verstärkter Kritik und genießen nicht die Glaubwürdigkeit, die einst hatten, zitiert Poets & Quants den Dean einer europäischen Business School. Das Ranking der Financial Times sei da keine Ausnahme. Es bewerte Kategorien, die nicht in unsere Zeit passen, wo Themen wie Entrepreneurship, Nachhaltigkeit oder Social Impact zählen. Es bewertet vor allem das Gehalt und die Gehaltssteigerung.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.