ESCP setzt auf Non Fungible Token  

Von am 8. August 2022
pixabay xresch

Die ESCP Business School verwendet fälschungssichere Zeugnisse mit Hilfe der Blockchain-Technologie.

Studierende an der ESCP haben gemeinsam mit dem Blockchain-Experten Simon Kolkmann einen Prototyp für fälschungssichere Abschlusszeugnisse entwickelt. Dank Blockchain-Technologie ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, die Sicherheit der Abschlussurkunden von Studierenden zu gewährleisten. Warum das so wichtig ist, verdeutlichen aktuelle Zahlen. Ob Promotion an Elite-Hochschule, Approbation als Fachärztin oder MBA von renommierter Business School: Untersuchungen von Studierenden haben ergeben, dass allein in den USA 500.000 Menschen ihre Karriere mit gefälschten Abschlüssen vorantreiben.

Für Hochschulen ebenso wie für Unternehmen und Recruiting-Fachleute stellen gefälschte Abschlüsse ein echtes Problem dar. Das Vertrauen in die Leistung schwindet, die Reputation leidet. Mit der Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie ergeben sich nun neue Möglichkeiten, die Sicherheit der Abschlusszeugnisse von Studierenden zu gewährleisten. Um die Originalität von Masterzeugnissen und anderen Zertifikaten zu validieren, nutzten die Studierenden der ESCP für ihr Projekt sogenannte Non Fungible Tokens oder kurz NFT. Bisher vor allem im Kontext von Kryptowährungen bekannt, eignen sich NFT auch für andere Anwendungen. „NFTs repräsentieren einen bestimmten Gegenstand, ob digital oder physisch, in einer Blockchain. Eine NFT existiert nur einmal“, erläutert Marcus Schmalbach, Professor für Blockchain-Themen an der ESCP Berlin. Wenn jedes Zeugnis als NFT registriert wird, können Hochschulen, Unternehmen und Recruiting-Fachleute sie mit einem Transaktionshash sicher verifizieren.

Schmalbach und die Studierenden der ESCP haben sich für das Projekt, fälschungssichere Zertifikate zu entwickeln, mit dem Blockchain-Programmierer Simon Kolkmann zusammengetan. Den Prototypen vermarkten sie nun unter dem Namen Valetheia. „Unser Unternehmen ist nach Aletheia, der griechischen Göttin der Wahrheit, benannt. Wir haben das V von Validieren hinzugefügt, um den Zweck unseres Unternehmens zu unterstreichen“, so Kolkmann. Der Abschlussjahrgang 2022 des Executive Master in Digital Innovation and Entrepreneurial Leadership (EMDIEL) gehört nun zu den ersten mit einem QR-Code auf dem Zertifikat, mit dem Externe dieses innerhalb von Sekunden überprüfen können. Das Ziel ist nun, mit der ESCP Business School in weiteren Studiengängen zu kooperieren. Auch Gespräche mit anderen Top-Business Schools und Universitäten sowie mit Unternehmen laufen bereits.

Die ESCP Business School ist eine internationale Wirtschaftshochschule mit Standorten in sechs europäischen Metropolen, in Berlin, London, Madrid, Paris, Turin und Warschau. Jährlich absolvieren mehr als 8.500 Studierende und 5.000 Manager aus 122 verschiedenen Nationen ihr Studium bzw. die Weiterbildungsangebote der ESCP Business School (Bachelor, Master, MBA, Executive MBA, PhD und Executive Education). In Deutschland ist die ESCP Business School Berlin staatlich anerkannt und kann Abschlüsse wie auch den Doktortitel verleihen. Akademische Schwerpunkte der ESCP in Berlin sind die Themen Entrepreneurship, Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Diversität und Inklusion.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.