Economist stoppt Rankings

Von am 14. Juli 2022
Economist pixabay kpuljek

Das britische Wirtschaftsmagazin Economist macht künftig keine Rankings mehr. Die Website wird gelöscht.

Die Rankings des Economist war schon immer umstritten. Zu groß waren die Schwankungen, mit der MBA-Programme bewertet wurden. Relativ unbekannte Schulen waren plötzlich besser als renommierte Topschulen. Zuletzt machten etliche Business Schools nicht mehr mit. Mit der Folge, dass andere Schulen plötzlich aufstiegen.

Es gab – letzten und dieses Jahr – massive Kritik an der Platzierung der Schulen auf der Liste. 2021 kam es zu dem Boykott europäischer und amerikanischer Schulen und daher einer absurden Rangliste. 2022 kamen einige Schulen wieder zurück, einige boykottierten das Ranking weiter. Das Ergebnis war erneut fragwürdig.

Nun gab der Economist bekannt, dass er die „commercial decision“ getroffen habe und seine Rankings einstellt. Das betrifft das Ranking des Vollzeit-MBA, des Executive MBA und des Master in Management. Ende September wird die Website whichmba.economist.com und jede offizielle Economist-Website mit dem Ranking gelöscht – inklusive der alten Daten. Schulen können aber weiter ihre alte Platzierung nützen.

Als Grund gibt das Wirtschaftsmagazin an, man glaube, es gebe inzwischen mehr Ressourcen über diese Programme als je zuvor.

Rätselhafterweise galt die Rangliste dennoch als eines wichtigen Rankings.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.