EBS: Deutlich weniger EMBA-Teilnehmer als verkündet

EBS erneut mit falschen Zahlen

Von am 9. Oktober 2014
© EBS

Erst waren es 51 Teilnehmer bei den beiden Executive MBA Programmen, nun sind es plötzlich deutlich weniger. Angeblich ein Versehen. Wie viele Teilnehmer es wirklich gibt, verschweigt die EBS weiter hartnäckig. Auch die Durham Business School, die eines der Programme mit der EBS zusammen durchführt, gibt die Teilnehmerzahl nicht bekannt. Offenbar haben beide etwas zu verbergen.

Angeblich war es nur ein Versehen, dass die EBS die Zahl der Teilnehmer an ihren beiden Executive MBA-Programme viel zu hoch war. Recht glaubhaft ist das nicht. Schließlich hatte die EBS Universität für Wirtschaft und Recht mit dem Zählen ihrer Studenten und Professoren schon mehrfach ihre Probleme und zeigte dabei vor allem Talent im Nebelkerzenwerfen .

Nun haben die beiden Executive MBA-Programme plötzlich doch keine 51 Teilnehmer. Denn zu den 51 Teilnehmern gehören auch noch die Studenten der vier angebotenen Teilzeit-Master-Programme. Macht 51 Studenten in sechs Programmen – das sind im Schnitt weniger als zehn pro Studiengang.

Wie viele Teilnehmer es in den beiden Executive MBA Programme tatsächlich gibt, versucht die EBS weiter zu vertuschen. Auch die Durham Business School, die eines der beiden EMBA-Programme zusammen mit der EBS durchführt, gibt die Zahl nicht bekannt und verweist darauf, dass die EBS für Marketing und Recruiting verantwortlich sei. Offenkundig halten beide Schulen nicht viel von Transparenz und haben etwas zu verbergen.

Nach all den Skandalen und trotz massiver Finanzprobleme scheint man bei der EBS noch immer keinen großen Wert auf Glaubwürdigkeit zu legen. Denn was soll man von einer Business School halten, die die Zahl ihrer EMBA-Studenten wie ein Staatsgeheimnis hütet?

So vermuten Insider auch, dass die EBS bei ihren Angaben zu dem kürzlich veröffentlichten Ranking der Financial Times zu Master in Management Programmen gemauschelt hat, bei dem die EBS auf wundersame Weise auf Platz 14 weltweit landete.  Verwunderlich wäre es nicht.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

Ein Kommentar

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