Corona-Krise: Ein Drittel will Studienbeginn verschieben

Von am 7. April 2020
Corona-Krise Shutterstock _1668123997 Corona-Krise trifft MBA-Studium

Rund ein Drittel der an einer Topschule zugelassenen MBA-Bewerber will ihr Studium verschieben, wenn aufgrund der Corona-Krise im Herbst kein Präsenzstudium möglich ist.

Fast jeder Dritte will später mit seinem MBA-Studium beginnen, wenn wegen der Corona-Krise auch im Herbst noch kein Unterricht im Klassenzimmer stattfinden kann. Das zeigt eine Online-Umfrage des MBA-Portals Poets & Quants bei mehr als 300 MBA-Interessenten mit Zulassung an einer Topschulen.

96 Prozent befürchten, dass ihnen die Campus-Erfahrungen mit Präsenzunterricht, außercurricularen Aktivitäten und dem Netzwerken mit Kommilitonen und Professoren vorenthalten werden. 43 Prozent sind der Meinung, dass die Studiengebühren um durchschnittlich 36,5 Prozent gesenkt werden sollten, wenn der erste Teil des Studiums nur online erfolgt. Nur für 17 Prozent der künftigen MBA-Studenten ist der Online-Unterricht ok.

Dabei gibt es deutlich Unterschiede zwischen den Amerikanern, die an einer US-Schule zugelassen wurden, und Nicht-Amerikanern mit Zulassung an einer internationalen Schule. Während bei den Amerikanern nur 24,1 Prozent ihr Studium verschieben wollen, sind es bei den Nicht-Amerikanern an den internationalen Schulen 47,1 Prozent.

Einen Preisnachlass erwarten dagegen mit 46,1 Prozent deutlich mehr Amerikaner von den US-Schulen. An den internationalen Schulen sind es nur 37,3 Prozent. Online-Unterricht wird von mehr Amerikanern akzeptiert. Während 26,2 Prozent auch ein Online-Studium antreten würden, sind es bei den Nicht-Amerikanern an internationalen Schulen nur 3,9 Prozent.

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Potentielle MBA-Studenten plagen allerdings auch noch andere Sorgen. 72 Prozent geben an, dass sie Angst haben, kein Internship (Praktikum zwischen dem ersten und zweiten Studienjahr) und keinen Job ihrer Wahl nach dem MBA-Abschluss zu bekommen. 51 Prozent befürchten, dass sie aufgrund von Reisebeschränkungen nicht am Unterricht teilnehmen können. 39 Prozent haben Angst, dass sie kein Visum bekommen und 19 Prozent sorgen sich um die Gesundheit ihrer Familie.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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