Businessweek: Stanford zum vierten Mal auf Platz 1

Von am 19. September 2022
Businessweek

Im neuen Ranking von Bloomberg Businessweek verteidigt Stanford seinen ersten Platz. In Europa ist das IMD erneut die beste Schule.

Zum vierten Mal in Folge steht die Stanford Graduate School of Business auf Platz 1 im Ranking des US-Magazins Bloomberg Businessweek zu den besten Vollzeit-MBA-Programme in den USA.

Stanford hat in allen fünf untersuchten Kategorien sehr gut abgeschnitten und belegt den ersten Platz in den Bereichen Vergütung, Networking und Vielfalt.

Auf Platz 2 liegen die Chicago Booth School of Business (Vorjahr Platz 4) und Harvard Business School (Vorjahr Platz 3) gleichauf, gefolgt von der der Kellogg School of Management (Vorjahr 5) und der Tuck School of Business (Vorjahr 2). Das MIT belegt den sechsten Platz (Vorjahr 8) vor der Wharton School (Vorjahr Platz 9). Die Columbia Business School erreicht Platz 8 (Vorjahr 6), die Virginia Darden School of Business Platz 9 (Vorjahr Platz 9) und die Yale School of Management schafft den Platz unter den Top Ten (Vorjahr Platz 12).

Die Haas School of Business rutschte aus den Top Ten und fiel von Platz sieben im letzten Jahr auf Platz 14. Die Cornell Johnson School of Business rutschte im letzten Jahr auf Platz 20 von Platz 11 und ist jetzt  wieder zurück auf den 11. Platz. Die Olin Business School der Universität Washington, die im letzten Jahr nicht in die Rangliste aufgenommen wurde, machte einen Sprung von 17 Plätzen nach oben und liegt nun auf Platz 21.

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Bei der Erstellung des diesjährigen Rankings hat Businessweek die Gewichtung der fünf Hauptkriterien, die zur Messung der Qualität der MBA-Ausbildung herangezogen werden, geringfügig und weitgehend folgenlos geändert. Das Magazin bewertet die Programme nach den Kriterien Vergütung, Lernen, Networking, Unternehmertum und Vielfalt. Grundlage dafür sind 18.504 Befragungen von Studenten, Alumni und Personalverantwortlichen sowie Gehalts- und Beschäftigungsdaten der einzelnen Schulen. In diesem Jahr befragte Businessweek 6.422 Studenten, 11.304 Ehemalige und 778 Arbeitgeber.

Eines der gravierendsten Probleme liegt in der Befragung von Studenten und Ehemaligen, die wissen, dass ihre Antworten entscheidend für die Bewertung ihrer Business School sind. Ehrliche Meinungen von denjenigen zu erhalten, die viel in ihre MBA-Ausbildung investiert haben, ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich, wie das MBA-Portal Poets&Quants analysiert.

Bloomberg Businessweek hat 117 MBA Programme weltweit gerankt. Zusätzlich zu der Liste amerikanischer Schulen wurde je eine Liste mit den 21 besten Schulen in Europa, den sieben besten Schulen in Asien-Pazifik und den sechs besten kanadischen Schulen veröffentlicht.

In Europa führt erneute das IMD vor INSEAD (Vorjahr Platz 4) und der IESE Business School. Auf Platz 4 folgt die London Business School und auf Platz 5 die SDA Bocconi School of Management. Platz 6 belegt die Universität St. Gallen und Platz 7 die Mannheim Business School, die sich damit um neun Plätze verbesserte. Die ESMT kommt erneut auf Platz 12.

Platz 1 in Asien-Pazifik belegt die Shanghai University of Finance and Economics, gefolgt von der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) und der CEIBS in Shanghai. Auf Platz 4 steht die National University of Singapore. Rang 5 und 6 gehen an indische Schulen: das IIM in Bangalore und die Indian School of Business in Hyderabad. Und Platz 7 fällt wiederum an eine chinesische Schule: das MBA Centre der Shanghai University.

In Kanada wurde sechs Schulen gerankt. Platz 1 erreicht die Ivey School of Business an der Western University, gefolgt von der HEC Montreal und der Ted Roger School of Management an der Toronto Metropolitan University.

Auf die Kontroverse um die letztjährige Liste, bei der stellvertretende Dekan der Yale School of Management, Anjani Jain, erhebliche Fehler in der Rangliste aufgedeckt hat, geht Businessweek nicht ein. Anhand der Punktzahlen für die einzelnen Schulen hatte Jain festgestellt, dass die Platzierungen der MBA-Programme im Vergleich zur veröffentlichten Rangliste „eklatante Abweichungen“ zeigten. Die Neuberechnung von Jain hätte die Positionen von 23 der Top 25 Business Schools verändert. Businessweek bleibt jedoch bei seinem Ranking.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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