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Businessweek ändert erneut sein Ranking

Von am 31. März 2015
Top 50 MBA Ranking © Fotolia

Erst im letzten Jahr hatte das US-Magazin Businessweek die Kriterien bei seinem MBA-Ranking geändert. Heraus kam eine völlig andere Rangliste der besten amerikanischen MBA-Programme und bei Insidern sorgte das Ende 2014 veröffentlichte Ranking daher für einiges Stirnrunzeln. Doch nun werden die Kriterien erneut geändert.

Im letzten Ranking zu Vollzeit-MBAs wurden die 112 MBA-Programme nach drei Kriterien bewertet: Zufriedenheit der Studenten (45 Prozent), Umfrage von HR-Managern, die Absolventen rekrutieren (45 Prozent) und die Forschungsleistung der Fakultät (10 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahr wurde dabei die Umfrage bei den Unternehmen verändert. Wurde zuvor nur der verantwortliche Recruitingmanager eines Unternehmens befragt, so wurden diesmal alle Mitarbeiter befragt, die dem US-Magazin von den Schulen genannt wurden.

Dazu gehörten jedoch auch Alumni, die an ihre Alma Mater zurückkehren, um dort MBA-Absolventen zu rekrutieren und die die Schule dabei im Schnitt 18 Prozent deutlich besser bewerteten als Recruiter, die nicht dort studiert hatten. Das führte zu einer erheblichen Verzerrung der Rangliste. So spielten die Alumni bei vier von zehn Schulen eine wichtige Rolle. Dabei bekamen fünf Schulen sogar mehr als die Hälfte ihrer Bewertungen von Alumni.

Doch damit ist nun auch wieder Schluss, wie das MBA-Portal Poets&Quants berichtet. Statt der Forschungsleistung sollen nun mit je 10 Prozent die Quote der Studenten, die drei Monate nach dem Studienabschluss einen Job hatten, sowie das Einstiegsgehalt bewertet werden. Die Zufriedenheit der Studenten soll nur noch 15 Prozent der Bewertung ausmachen statt wie bisher 45 Prozent. Neu dazu kommt eine Befragung von Alumni (30 Prozent) und die Meinung der Recruiter zählt nur noch 35 Prozent statt wie bisher 45 Prozent.

Über die Gründe für die Änderungen ist laut Poets&Quants nichts bekannt. Bereits vor dem letzten Ranking hatte es Zoff gegeben, weil die Studenten in dem damals neuen Fragebogen auch Fragen zu sexuellen Vorlieben beantworten sollten. Nach massiven Protesten zog das US-Magazin die Fragen zurück.

Das Ranking gilt als eines der wichtigsten für den US-Markt. Das nächste Ranking erscheint im Oktober.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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