Business Schools sollten mehr gegen die Armut tun

Von am 30. August 2019
Armut Stephanie Weg MBA-Studentin bei Projekt in Indien

Business Schools tun zu wenig für die Bekämpfung der Armut. Das zeigt eine neue Umfrage.

Ob in Wahlfächern, Projekten oder durch die Unterstützung von Start-ups – zahlreiche Business Schools bieten ihren Studenten bereits Aktivitäten, mit denen sie Arme und Benachteiligte in der Gesellschaft unterstützen können. Doch das ist bisher zu wenig.

Das zeigt eine Online-Umfrage der Association of MBAs und ihrer Schwesterorganisation Business Graduates Association (AMBA & BGA), bei der fast 2000 Stakeholder befragt wurden. Teilgenommen hatten 188 Leiter von Business Schools, 425 Studenten und 1.304 Absolventen.

Drei Viertel der Befragten sind davon überzeugt, dass Business Schools einen erheblichen Einfluss darauf haben, die Armut in der Welt zu verringern. Allerdings sind nur 38 Prozent der Meinung, dass die Community der Business Schools auch genug dafür tut, den Ärmsten zu helfen. 87 Prozent stimmen dagegen zu, dass die globale Gemeinschaft der Business Schools mehr für die Bekämpfung der Armut tun müsse.

28 Prozent der Befragten wissen, dass ihre Institution entsprechende Projekte implementiert hat. Dagegen geben zwölf Prozent an, dass ihre Schule nichts in der Richtung macht. Und 60 Prozent wissen es schlicht nicht. 82 Prozent glauben, dass kollektive Anstrengungen der Gemeinschaft der Business Schools entscheidend dafür sind, um Unternehmen zu helfen, ihre Angebote besser auf Arme oder Menschen mit niedrigem Einkommen anzupassen.

Die Ergebnisse zeigten, dass Business School nur eine geringe Wirkung auf den Kampf gegen die Armut haben und die Schulen deutlich mehr machen könnten, erklärt Will Dawes, zuständig für die Forschung bei AMBA & BGA. Das sollte ein Ansporn für die Schulen sein, sich stärker zu engagieren.

Als Vorschläge nannten die Befragten vor allem die Finanzierung von Programmen und Projekten, die Gründer aus armen Verhältnissen unterstützen (64 Prozent), mehr Bewusstsein über die Rolle der Business Schools in Sachen Armut (58 Prozent) und eine stärkere Bedeutung der Armutsbekämpfung als ein Ziel von Business Schools (55 Prozent).

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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