AMBA setzt auf Klasse statt Masse

Von am 26. Oktober 2018
AMBA Henning Larsen Campus der Frankfurt School

 

Die AMBA, eine der drei wichtigsten internationalen Akkreditierungsagenturen, will die Zahl ihrer akkreditierten Schulen auf 300 beschränken.

Die britische Association of MBAs (AMBA) will nicht mehr als insgesamt 300 Business Schools akkreditieren. Das erklärte ihr Vorsitzender Professor Bodo Schlegelmilch, Marketingprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien. „Akkreditierung ist ein Luxus und wenn ihn jeder hat, ist er nicht mehr interessant.“ Derzeit sind 259 Schulen in 75 Ländern akkreditiert. Wird die Grenze von 300 erreicht, sollen weniger gute Schulen aussortiert werden.

Damit steht die AMBA im Gegensatz zur ältesten und weltweit größten Akkreditierungsorganisation AACSB International, die weiter stark auf Expansion setzt. Dort sind derzeit 820 Business Schools in 53 Ländern akkreditiert. 529 davon sind US-Schulen, viele davon sind im internationalen Markt gänzlich unbekannt.

Deutlich geringer ist die Zahl der Schulen mit dem europäischen Gütesiegel EQUIS. Ihre Zahl liegt derzeit bei 176 Wirtschaftshochschulen in 42 Ländern. 93 davon liegen in Europa, 34 in Ost- und Südostasien (23 davon in China). In den USA haben lediglich drei Schulen die EQUIS-Akkreditierung, in Zentral- und Südamerika sind es zwölf.

Dabei begutachten AACSB und EQUIS stets die gesamte Business School mit all ihren Programmen. Dagegen nimmt die AMBA nur das Portfolio der MBA-Programme einer Schule unter die Lupe. Erfüllt ein Programm die Kriterien nicht, wird die Schule nicht akkreditiert.

In Deutschland sind derzeit sechs Schulen von der AMBA akkreditiert: die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, die ESMT, die GISMA Business School, die Mannheim Business School, die TUM School of Management und seit kurzem auch die Frankfurt School of Finance and Management.

Dabei gehören die ESMT, die Frankfurt School, die Mannheim Business School und die TUM School of Management zu den wenigen Schulen weltweit mit einer Triple Crown, also einer Akkreditierung von AACSB, AMBA und EQUIS.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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