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Weiterbildung: Kuratieren statt erstellen

By on 23. Juni 2017

Bei vielen Unternehmen lässt sich derzeit ein radikaler Wandel bei der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter beobachten. Dabei wird zunehmend auf digitale und hybride Aus- und Weiterbildungsangebote sowie selbstgesteuertes Lernen gesetzt. Aufgabe von HR wird es dabei immer stärker, externe Lerninhalte zu kuratieren und passend aufzubereiten.

So nützt Accenture bereits sogenannte Learning Boards. Dort finden die Mitarbeiter die wichtigsten Informationen zu einem Thema wie zum Beispiel „Workforce for the Future“ in mehreren Modulen gebündelt. Dazu können TED-Talks ebenso gehören wie youtube-Videos, MOOCs (Massive Open Online Courses – also für jeden zugängliche kostenlose Online-Kurse), neueste Forschungsartikel, Webbased-Trainings sowie auch das Angebot an Präsenztrainings. Das Learning Board ist daher der Einstiegspunkt, der einen sehr gebündelten Blick auf relevante Sachverhalte bietet. So kann jeder Mitarbeiter nicht nur nach Bedarf und verfügbarer Zeit lernen, sondern auch jederzeit sehen, wie viele seiner Kollegen sich für ein Modul eingeschrieben haben. Zudem kann er Fragen an Experten stellen, kommentieren oder bewerten.

Einen 1-Stop-Shop für Weiterbildung gibt es auch beim Sportartikelhersteller Adidas. Hauptangebot des Learning Campus sind zwei- bis fünfstündige Learning Kits, also Online-Pakete zu verschiedenen Themen wie Communication Skills. Derzeit gibt es rund 25 in vier Sprachen. Inhalte können Videos, Präsentationen, Blog-Artikel oder MOOCs sein. Sie werden in zwei bis fünf Unterthemen strukturiert, Fragen sollen zum Reflektieren anregen.

Zusätzlich gibt es die sogenannte Leadership Library mit kuratierten Ressourcen. Die Inhalte stammen aus wissenschaftlichen Instituten, Hochschulen und Zeitschriften, MOOCs und Videos. Zu jeder Information gibt es eine kurze Zusammenfassung und einmal im Monat erscheint ein Newsletter zu einem aktuellen Thema. Hauptzielgruppe sind die Führungskräfte, zugreifen können aber alle Mitarbeiter.

Weiterlesen in der Zeitschrift Personalführung

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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