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USA: MBAs haben immer höhere Schulden

Von am 26. Juli 2016
Dollarscheine Schwertfeger

Die Schulden, mit denen MBA-Absolventen die Business Schools in den USA verlassen, sind höher denn je zuvor. Spitzenreiter ist die Wharton School mit durchschnittlich 122.370 Dollar.

Trotz ständig wachsenden Summen, die die Schulen für Stipendien bereitstellen, liegen die Schulden von MBA-Absolventen auf Rekordniveau, berichtet das MBA-Portal Poets&Quants. Allein die MBA-Absolventen der zehn Topschulen, die im letzten Jahr ihr Studium beendeten, haben demnach einen atemberaubend hohen Schuldenberg von 317,4 Millionen Dollar.

So liegen die durchschnittlichen Schulden an der Sloan School of Management am MIT bei 107.172 Dollar und damit 25 Prozent höher als noch vor vier Jahren. Bei mindestens 13 Business Schools liegt die Höhe im sechsstelligen Bereich. 2011 war das nur bei zwei Schulen der Fall. Die Summen reichen von 122.370 Dollar an der Wharton School bis zu 100.083 Dollar an der Darden School of Business.

Etliche Schulen, bei denen die durchschnittlichen Schulden ebenfalls im sechsstelligen Bereich liegen, würden die Zahlen inzwischen nicht mehr veröffentlichen, schreibt Poets & Quants. Dazu gehörten unter anderem die Columbia Business School, die Tuck School of Business und die Kellogg School of Management.

Auch bei den staatlichen Schulen sieht es nicht viel besser aus. Sechs der 25 Schulen mit den höchsten durchschnittlichen Absolventen-Schulden sind öffentliche Schulen wie etwa die Kenan-Flagler Business School an der University of North Carolina, wo die Schulden bei durchschnittlich 93.898 Dollar liegen und 61 Prozent aller Absolventen verschuldet sind.

Natürlich haben nicht alle Absolventen Rückzahlungsverpflichtungen. Dafür sorgen zum einen die Stipendien. So verfügen reiche Schulen wie Harvard und Stanford über enorme Summen für Stipendien. Dabei zahlt Harvard jährlich 36 Millionen Dollar an Stipendien. Die Höhe der durchschnittlichen Schulden bei der letzten Klasse lag bei 79.667 Dollar und lediglich 55 Prozent der Absolventen haben sich verschuldet. Ähnlich ist es in Stanford. Hier liegen die durchschnittlichen Schulden bei 83.762 Dollar und bei der letzten Klasse haben nur 47 Prozent Kredite für ihr Studium aufgenommen.

In etlichen Fällen zahlen auch die Unternehmen. Bei INSEAD ist das bei jedem fünften Studenten der Fall, in Stanford wird einer von zehn von seinem Arbeitgeber unterstützt.

Insgesamt variiert der Anteil der verschuldeten Absolventen erheblich. So liegen die Schätzungen laut Poets&Quants bei der Yale School of Management bei 70 Prozent, an der Ross School of Business an der University of Michigan sind es dagegen nur 41 Prozent.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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