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Stanford: Rekord bei Einstiegsgehältern

By on 27. Dezember 2016
Stanford Campus von Stanford

MBA-Absolventen an der Stanford Graduate School of Business haben in diesem Jahr die bisher höchsten Einstiegsgehälter bekommen. Dabei nahm ein Drittel einen Job im Technologiebereich an.

Das durchschnittliche Grundgehalt eines MBA-Absolventen an der Stanford Graduate School of Business liegt in diesem Jahr bei 140.553 Dollar. Das sind fünf Prozent mehr als im letzten Jahr. Dazu kommen ein Signing Bonus von durchschnittlich 23.636 Dollar sowie andere garantierte Verdienstanteile (other guaranteed compensation) in Höhe von durchschnittlich 74.655 Dollar – auch das ein neuer Rekord. Das zeigt der neue Employment Report der Schule. Ausgewertet wurden die Angaben von 290 Job suchenden Absolventen. Nicht dabei sind zum Beispiel die 16 Prozent der Absolventen, die von ihrem Arbeitgeber gesponsert wurden, und wieder dorthin zurückkehren.

Dabei gibt es allerdings eine enorme Bandbreite. So reicht das Jahresgehalt von 24.000 bis 450.000 Dollar. 33 Prozent der Absolventen nahmen einen Job im Technologie-Branche an. 31 Prozent landeten im Finanzbereich. Ins Consulting zog es nur 16 Prozent – ein im Vergleich zu anderen Topschulen geringer Anteil. Das höchste Gehalt bekamen die Absolventen im Finanzbereich, vor allem bei Private Equity, und im Consulting.

Dabei verdienten internationale Absolventen deutlich weniger als Amerikaner. So liegt ihr durchschnittlicher Median beim Grundgehalt bei 135.000 Dollar und damit 5.000 Dollar niedriger. Wer einen Job außerhalb den USA annahm, bekam sogar nur 104.148 Dollar und damit 33 Prozent weniger – ein klares Signal dafür, dass sich ein MBA-Studium noch immer vor allem dann lohnt, wenn man danach auch in den USA arbeitet.

Die meisten Absolventen (65 Prozent) blieben im Westen der USA. Internationale Studenten ohne Arbeitsvisum hatten es etwas schwerer, einen Job zu finden als amerikanische MBAs. Bei der Graduierung hatten 68 Prozent ein Jobangebot, bei den Amerikanern waren es 75 Prozent. Drei Monate nach Abschluss glich sich das aus. Dann hatten 91 bzw. 90 Prozent ein Angebot.

Die Zahl der Gründer ist selbst in Stanford trotz seiner Lage im Silicon Valley erstaunlich niedrig. Nur 15 Prozent gründeten ihr eigenes Unternehmen. Im Vorjahr waren es 16 Prozent. Die meisten Gründungen gab es im Bereich Software (17 Prozent), Internet Services (12 Prozent) und anderen Technologien (8 Prozent). 59 Prozent der Unternehmer blieben dabei im Westen der USA, 26 Prozent gründeten im Ausland.

Viele nutzten das Studium für einen Karrierewechsel. 57 Prozent änderten die Branche, 61 Prozent ihre Funktion, 55 Prozent ihren Arbeitsort und 43 Prozent ihren Verantwortungsbereich. Zahlreiche Absolventen veränderten sich gleich in mehreren Bereichen: 24 Prozent in zwei, 30 Prozent sogar in drei Bereichen. So nahm etwa ein Nigerianer einen Job in New York an, wechselte von der Abfallwirtschaft in die High-Tech-Industrie und aus dem Gründer wurde ein Verkaufsingenieur in einem Konzern.

Die Stanford Graduate School of Business gehört weltweit zu den Topschulen und ist die Business School mit der strengsten Auswahl beim MBA-Studium. In diesem Jahr haben sich 8.116 Kandidaten für 417 Studienpätze beworben.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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