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Mehr Flexibilität beim GMAT

By on 17. Juli 2017
Testraum für GMAT GMAT Testraum für GMAT

Der Zulassungstest GMAT wird flexibler. Künftig können die Aufgaben in unterschiedlicher Reihenfolge bearbeitet werden. Auch die Testdauer soll verkürzt werden. 

Der Graduate Management Admission Test (GMAT) ist bei mehr 6000 Business Schools weltweit Pflicht und besteht aus verschiedenen Aufgabentypen, die bisher in einer bestimmten Reihenfolge bearbeitet werden mussten: Analytical Writing Assessment, Integrated Reasoning, Quantitative und Verbal Section.

Ab 11. Juli gibt es nun neben der bisherigen Reihenfolge noch zwei weitere Möglichkeiten: Verbal, Quantitative, Integrated Reasoning, Analytical Writing Assessment oder Quantitative, Verbal, Integrated Reasoning, Analytical Writing Assessment.

Damit reagiert der Testanbieter GMAC (Graduate Management Admissions Council) auf den Wunsch der Teilnehmer nach mehr Flexibilität. Der sogenannten “Select Section Order“ ging eine Pilotstudie voraus. Sie sollte überprüfen, ob eine veränderte Reihenfolge möglicherweise zu einem anderen Testergebnis führt.

Zudem will GMAC das Testmaterial und die Website überarbeiten. Dabei soll auch die Testdauer verkürzt werden und die Teilnehmer sollen unmittelbar nach dem Test ihr Ergebnis bekommen. Als Grund für die Veränderungen sehen Insider auch die verstärkte Konkurrenz durch das Graduate Record Examination (GRE), das immer mehr Business Schools als Alternative zum GMAT akzeptieren.

Der GMAT misst verbale und mathematisch/logische Fähigkeiten und wird nur auf Englisch und computerunterstützt durchgeführt. Der Punktwert liegt meist zwischen 400 und 800 Punkten. Der Zulassungstest ist inzwischen auch bei vielen Master-Programmen – auch in Deutschland – Pflicht.

In Deutschland verlangen bisher nur wenige Business Schools den GMAT für die Zulassung zum MBA-Studium. Während sich in den USA 78,6 Prozent der Testteilnehmer damit für ein MBA-Studium bewarben, waren es in Deutschland nur 23,8 Prozent.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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