MBA-Studiengebühren: Stanford wird teurer • MBA Journal - NEWS über Business Schools und Executive Education

MBA-Studiengebühren: Stanford wird teurer

Von am 15. März 2013

Ab Herbst müssen MBA-Studenten an der Stanford Graduate School of Business 59.534 Dollar pro Jahr an Studiengebühren zahlen. Bisher waren es 57.300 Dollar. Beim Rivalen Harvard sind es derzeit 53.500 Dollar pro Jahr. Allerdings gibt es an beiden Schulen üppige Stipendien. Im Durchschnitt zahlen Harvard-Studenten dabei weniger als die Hälfte der Studiengebühren.

Die Kosten für ein zweijähriges MBA-Studium in den USA sind hoch. Denn zu den Studiengebühren kommen noch die Lebenshaltungskosten. Bei dem zweijährigen Studium im kalifornischen Stanford sind das fast 200.000 Dollar für einen alleinstehenden Studenten, der auf dem Campus wohnt, inklusive Büchern, Transport und Versicherungen.

Doch es gibt zahlreiche finanzielle Hilfen. Das durchschnittliche Stipendium (also nicht zurückzahlbares Geld) für einen MBA-Studenten liege in diesem Jahr bei 25.562 Dollar und die Hälfte der Studenten bekomme eine Form von finanzieller Unterstützung, erklärte Madhav Rajan, Leiter des Stanford MBA-Programm gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Businessweek.

An der Harvard Business School kostet das Studium 53.500 Dollar pro Jahr. Das sind insgesamt rund 174.000 Dollar mit Lebenshaltungskosten für einen alleinstehenden Studenten. Die finanzielle Unterstützung pro Student liegt hier bei durchschnittlich 29.843 Dollar. Vor fünf Jahren waren es erst 17.605 Dollar pro Student und Jahr. Im Durchschnitt zahlen MBA-Studenten damit weniger als die Hälfte der Studiengebühren, wobei es natürlich eine breite Spanne gibt und manche auch kein Stipendium bekommen. Insgesamt bekommen 65 Prozent und damit fast zwei Drittel eine Form von Finanzhilfe.

Allein im letzten Jahr hat Harvard die finanzielle Unterstützung für ihre MBA-Studenten um zwölf Prozent erhöht. Insgesamt stellte die Schule damit 40,3 Millionen Dollar zur Verfügung, 2011 waren es erst 36 Millionen Dollar.

Während die hohen Kosten viele deutsche Interessenten oftmals von vornherein abschrecken, gehen die Amerikaner völlig anders mit dem Thema Geld um. Ob sich ein MBA-Bewerber das Studium in Stanford leisten kann, steht erst an zweiter Stelle. Wer es schafft, den harten Auswahlprozess zu bestehen, der bekommt auch finanzielle Unterstützung, sei es durch Stipendien oder Kredite.

Laut einer Alumni-Umfrage des Graduate Management Admission Council macht sich allerdings die Hälfte der rund 5600 befragten Absolventen aus aller Welt, die Kredite für das Studium aufgenommen haben, Sorgen darüber, wie sie ihre Schulden bei ihrer derzeitigen finanziellen Situation zurückzahlen können. Am häufigsten haben dabei Alumni in den USA (63 Prozent) und in Zentralasien (78 Prozent) Schulden. In Europa sind es nur 44 Prozent.

Die Verschuldung korrelliert allerdings nicht mit der Kosten-Nutzen-Analyse des MBA-Studiums. 94 Prozent der Absolventen mit Schulden bezeichnen den Nutzen ihres Studiums als gut bis exzellent. Bei den Alumni ohne Schulden sind es 95 Prozent.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

Kommentar verfassen