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MBA in Harvard: Mehr Frauen als je zuvor

By on 19. Juni 2013

41 Prozent der 941 MBA-Studenten, die in diesem Jahr ein MBA-Studium an der Harvard Business School beginnen, werden Frauen sein, schätzt die Schule. Das sind mehr als je zuvor. Erst vor 50 Jahren durften Frauen überhaupt am MBA-Studium in Harvard teilnehmen. Ein Alumni-Studie gibt interessante Einblicke.

Kaum fassbar: Erst 1962 beschlossen die Harvard-Professoren künftig auch Frauen zum MBA-Studium zuzulassen. Im August 1963 begannen die ersten acht MBA-Studentinnen ihr Studium. Inzwischen haben 19.000 Frauen das MBA-Studium absolviert, promoviert oder ein Weiterbildungsseminar in Harvard besucht. Der Anteil der MBA-Studentinnen steigt. In diesem Jahr sollen es 41 Prozent sein, 2003 waren es erst 35 Prozent.

Anlässlich des 50jährigen Jahrestages hat die Schule eine Studie über ihre Alumni veröffentlicht. 6458 Alumni, darunter 3786 Frauen, haben dabei Fragen zu Karriere und Aufstieg beantwortet. Den größten Anteil stellen dabei Frauen der Generation X (31 bis 47 Jahre) mit 43 Prozent, gefolgt von den Babyboomern (48 bis 66 Jahre) mit 38 Prozent.

Während 57 Prozent der Frauen aus der Generation der Babyboomer einen Vollzeit-Job haben, sind es bei der Generation X bereits 74 Prozent. Aber auch noch bei der Generation X ist die Berufstätigkeit häufig von der Zahl der Kinder abhängig. Während 91 Prozent der kinderlosen Frauen einen Vollzeit-Job haben, sind bei den Frauen mit zwei oder mehr Kindern nur noch 63 Prozent. 18 Prozent arbeiten in Teilzeit-Jobs und 17 Prozent kümmern sich ausschließlich um ihre Kinder.

Die größten Karrierehindernisse sehen Frauen in Auszeiten oder der Reduzierung der Arbeitszeit, gefolgt von der Priorität der Familie vor dem Job. Drei von vier Frauen bemängeln das Fehlen weiblicher Rollenmodelle. Als förderlich für die Karriere sehen die befragten Frauen die Entwicklung effektiver Führungsfähigkeiten und einen Partner, der die Karriere unterstützt.

Bei der Frage nach den wichtigsten Bedürfnissen der Alumni liegt die Qualität der persönlichen und familiären Beziehungen unangefochten an der Spitze – und zwar sowohl bei Frauen als auch bei Männern. An letzter Stelle steht Reichtum, noch hinter Glaube, Religion und Spiritualität.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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