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MBA-Bewerbung: INSEAD führt Video-Fragen ein

Von am 4. Juli 2016
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Bewerber für einen Studienplatz an der INSEAD Business School müssen erstmals auch Fragen per Video beantworten. Damit will die Schule einen besseren Eindruck der Kandidaten bekommen.

Als erste Schule in Europa führt INSEAD ab September Fragen per Video ein. Damit begonnen hatte 2012 die Rotman School of Management an der University of Toronto. Dann zogen andere MBA-Schulen wie die Yale School of Management, die Kellogg School of Management sowie weitere nach. Die Mitarbeiter, die über die Zulassung entscheiden, schätzen den Videoauftritt. Weil die Fragen vorher nicht bekannt sind, gibt er einen unverfälschteren Eindruck als ein Essay, das der Bewerber verfasst.

Die Video-Herausforderung mit vier Fragen steht dem Bewerber vier Stunden nachdem er seine Online-Bewerbung abgeschickt hat für eine Woche zur Verfügung, weiß das MBA-Portal Poets & Quants. Die Video-Komponente sei eine gute Gelegenheit, die Kandidaten live zu erleben, erklärt Virginie Fougea, Associate Director of Admissions am INSEAD. Dabei gebe es keine richtigen oder falschen Antworten. Und sollte während der Aufnahme eine unerwartete Störung auftauchen (etwa wenn es an der Tür klingelt oder der Hund bellt), könne man eine Ausnahme machen und die Antworten noch einmal neu aufnehmen.

Bisher müssen die Bewerber für einen Studienplatz am INSEAD in der Regel zwei Interviews mit Alumni absolvieren. Die Mitarbeiter im Zulassungsbüro bekommen daher keinen eigenen Eindruck von den Kandidaten. Die Video-Fragen sind zudem eine gute Methode, die Englischkenntnisse, die Kommunikationsfähigkeiten und den professionellen Auftritt besser einschätzen zu können.

Auch wenn die Fragen bisher nicht bekannt sind, dürften sie sich um die Motivation für die Bewerbung am INSEAD sowie um die internationale Denkweise drehen.

Gleichzeitig streicht die Schule den 300-Worte-Essay über die Erfahrungen von kultureller Diversität

INSEAD gehört zu den führenden und internationalsten Business Schools weltweit und hat mit mehr als 1.000 MBA-Studenten pro Jahr die weltweit größte MBA-Klasse. Im letzten globalen Ranking der Financial Times zu Vollzeit-MBA-Programmen belegte INSEAD Platz 1. Das MBA-Programm dauert nur zehn Monate. Die Teilnehmer sind durchschnittlich 29 Jahre alt, haben 5,5 Jahre Berufserfahrung und kommen aus 93 Ländern.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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