Mehr Jobs für MBAs - MBA Journal

Jobmarkt: Mehr Unternehmen stellen MBAs ein

Von am 6. Juni 2014

Die Zahl der Unternehmen, die in diesem Jahr MBA-Absolventen einstellen wollen, ist mit 80 Prozent um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegt damit um 30 Prozent höher als in der Wirtschaftskrise 2009. Das ist das Ergebnis der 13. Corporate Recruiters Survey, bei der 565 Arbeitgeber aus 44 Ländern vom Graduate Management Admission Council (GMAC) befragt wurden.

Grund dafür ist, dass viele Firmen die Krise überstanden haben und wieder verstärkt MBA-Absolventen rekrutieren – trotz aller Kritik an der MBA-Ausbildung in den letzten Jahren. 86 Prozent der Arbeitgeber in den USA, 83 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 61 Prozent in Europa (52 Prozent im Vorjahr) wollen MBAs einstellen. Beim MBA-Grundgehalt liegt der Mittelwert in den USA bei 95.000 Dollar, in Europa bei 69.000 Dollar und bei 21.340 Dollar in Asien.


Dabei bekommt der MBA allerdings zunehmend Konkurrenz von den Master-Studiengängen in Management, die in der Regel keine Berufserfahrung voraussetzen. So will die Hälfte der Unternehmen Absolventen eines Management-Masters rekrutieren, 2013 waren es erst 45 Prozent und 2009 sogar nur 18 Prozent.

Der Mittelwert der Zahl der Schulen, an denen europäische Firmen auf dem Campus rekrutieren, liegt bei drei Schulen. In den USA sind es fünf. Bei den Auswahlkriterien liegt weltweit die Qualität der Studenten mit 80 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von der Reputation der Schule (65 Prozent) und der Zufriedenheit mit MBA-Praktikanten (57 Prozent). Bereits auf Platz 4 steht die Platzierung im Ranking. Die Akkreditierung der Schule – immerhin ein erheblich seriöserer Qualitätsnachweis als ein Ranking – spielt mit 25 Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Bei den Fähigkeiten, die Arbeitgeber von den Absolventen erwarten, stehen die Kommunikationsfähigkeiten – mündliche und schriftliche Ausdrucksweise, Präsentieren und Zuhören – an erster Stelle. Die Aussagekraft der Studie für Europa ist allerdings beschränkt. Lediglich 23 Prozent der Befragten kam aus Europa, 58 Prozent aus den USA.

 

About Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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