In eigener Sache: Namensmissbrauch und Diffamierung

In eigener Sache: Namensmissbrauch und Diffamierung

Von am 22. September 2016
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In den letzten Wochen häufen sich Aktivitäten, die ganz offensichtlich darauf ausgelegt sind, meine Person und meine Tätigkeit als Journalistin zu diskreditieren. Auch wenn bisher belastbare Beweise fehlen, gibt es den begründeten Verdacht, dass dahinter Jack Nasher, Professor an der Munich Business School, steckt.

Vor einigen Wochen hat sich jemand gegenüber einer Hochschule mit der Email-Adresse baerbel.schwertfeger@gmx.de als Bärbel Schwertfeger, freie Journalistin, ausgegeben und ist dabei auf ziemlich unseriöse Art aufgetreten. Mehrere Mitarbeiter wurden aufgefordert, Stellung zu einem Studienprogramm zu nehmen. Falls sie das nicht tun, drohte die angebliche Bärbel Schwertfeger damit, sie mit einem TV-Team zuhause „aufzusuchen“.


Dabei weigerte sich die „Journalistin“ bekannt zu geben, um was es eigentlich geht und für wen sie arbeitet. Als die Hochschule ein Interview anbot, war das Interesse plötzlich erloschen. Es ist daher zu vermuten, dass die unseriösen Mails der angeblichen Bärbel Schwertfeger nur dazu dienen, um sie in weiteren Diffamierungskampagnen zu nutzen und meine „unseriöse Arbeitsweise“ damit zu belegen.

Zudem schickte eine „freie Journalistin Stefanie K. Müller“ unter der Email-Adresse stefanie.k.mueller@gmx.de Mails an mehrere Business Schools, in der sie behauptete, angeblich über meine Arbeitsweise als Journalistin zu recherchieren und mir dabei unseriöse Praktiken unterstellte. So sollten die Schulen unter anderem auf die Frage antworten, ob sie „explizit für redaktionelle Erwähnungen bezahlen“. Auch in diesem Fall geht es natürlich nicht um die – sowieso – abschlägige Beantwortung der Fragen, sondern vor allem darum, mich als seriöse Journalistin zu diskreditieren.

In beiden Fällen weigerte sich die Person, ihre wahre Identität bekannt zu geben. Die Emails enthalten keine Signatur und keine Telefonnummer.

Bisher fehlen belastbare Beweise, wer dahintersteckt. Allerdings gibt es durchaus einen Verdacht. Denn seitdem ich mich im Mai 2015 in einem Artikel kritisch mit dem damals neuen Buch von Jack Nasher und seiner Qualifikation als „der meistgelesene Wirtschaftspsychologe Kontinentaleuropas“ auseinandergesetzt habe, betreibt der Professor an der Munich Business School (und/oder seine Gehilfen) umfangreiche Aktivitäten, um mich zu diskreditieren, sei es bei den Medien (und damit meinen Auftraggebern), bei Wikipedia oder auf seiner Website.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Jack Nasher schriftlich nicht nur mit einer Klage gegen den Artikel in Wirtschaft&Weiterbildung gedroht, sondern schrieb auch: „Hinzu kommt strafrechtlich Relevantes, Presserechtliches – vieles, das gerade vorbereitet wird und Ihre Reputation betrifft.“ Er werde „sehr viel Zeit haben“ und sich der „Sache uneingeschränkt widmen“, drohte er. Er werde sich „mein Verhalten“ (also kritische Artikel über ihn) nicht bieten lassen.

Dabei ist ihm offenkundig ein peinlicher Fehler unterlaufen. Denn etwa zeitgleich mit den Emails der angeblichen Journalistin, die mir unseriöse Praktiken unterstellte, erschien auf Nashers Website ein neuer Eintrag, in dem er sich über meine Recherche über ihn beschwert und mich erneut diffamiert. Im Seitentitel heißt es dabei „…und sonderbare Werbung“. Doch im Text stand kein Wort über Werbung. Vermutlich weil die „Recherche“ der angeblichen Journalistin nichts brachte. Möglicherweise hat Nasher dann schlicht vergessen, den von WordPress automatisch gesetzten Seitentitel zu korrigieren.

Dass Nasher die Recherche nicht passt, ist verständlich. Schließlich gibt es im Lebenslauf und bei der Selbstdarstellung des „Lügenpapstes“ (Eigenwerbung) zahlreiche „Unstimmigkeiten“. Und erst vor kurzem hieß es auf der Website der Munich Business School, Jack Nasher sei regelmäßiger Autor beim Harvard Business Manager, obwohl er noch nie in dem Magazin geschrieben hat.

Juristisch ist Jack Nasher in vollem Umfang sowohl mit seiner Klage gegen Wirtschaft&Weiterbildung als auch gegen mich persönlich gescheitert.

Wer auch immer dahinter steckt, mit weiteren diffamierenden Aktionen ist wohl zu rechnen. Für entsprechende Hinweise (bschwertfeger@mba-journal.de) bin ich daher dankbar.

 

 

About Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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