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IMD und Cheung Kong starten gemeinsamen Executive MBA

By on 16. März 2014

Das IMD in Lausanne, eine der europäischen Topschulen, und die private Cheung Kong Graduate School of Business (CKGSB) in Peking bieten ab Februar 2015 ein gemeinsames Executive MBA Programm in der Schweiz und in China an. Mit dem neuen Studiengang will das IMD zudem seinen Teilnehmerkreis in Asien erweitern.

Der Unterschied zum bisher angebotenen Executive MBA am IMD sei es, dass sich dieser auf globales Management konzentriere, während sich das neue Programm auf China und Europa fokussieren werde, erklärt IMD-Präsident Dominique Turpin. Das Studium findet je zur Hälfte in der Schweiz und die China statt und wird je zur Hälfte von Professoren beider Schulen unterrichtet. Die Absolventen bekommen die Abschlüsse beider Schulen.

Für das IMD sei die CKGSB der ideale Partner, sagt IMD-Präsident Turpin. Beide Schulen seien private Institute und nicht Teil einer Universität und daher auch flexibler bei ihren Entscheidungen. Beide seien zudem Experten im Bereich Executive Education und stolz auf die hohe Qualität ihrer Angebote sowie die Zusammenarbeit mit Topmanagern von führenden Unternehmen.

Der neue IMD-CKGSB Dual Executive MBA dauert 20 Monate und umfasst zwei Abschnitte: die “Foundation Stage” von Februar bis August und die “Mastery Stage” von September bis zum September im folgenden Jahr. Der erste Teil startet mit Distance Learning, gefolgt von je drei Präsenzwochen in der Schweiz und in China. Die „Mastery Stage” umfasst fünf einwöchige Module innerhalb eines Jahres mit virtuell bearbeiteten Assigments.

Obwohl die Unterrichtssprache Englisch ist, solle das Programm sowohl die westliche als auch die östliche Perspektive berücksichtigen, betont Professor Phil Rosenzweig, Ko-Direktor des Programms am IMD. Bevor es um die Bearbeitung von Geschäftsthemen geht, solle daher auch der soziale und historische Kontext von Wirtschaft und Management behandelt werden.

Mit dem neuen IMD-CKGSB Dual Executive MBA will das IMD auch seinen Teilnehmerkreis in Asien erweitern. Bisher dominiert noch der europäische Markt. Erst im November hatte das IMD die Eröffnung einer Niederlassung in Singapur verkündet und damit erstmals einen eigenen Standort außerhalb der Schweiz etabliert. Angekündigt wurde dies während des sechstägigen Flaggschiff-Programms der Schule, “Orchestrating Winning Performance”, das 2013 erstmals nicht nur in Lausanne, sondern auch in Singapur stattfand.

Das International Institute for Management Development (IMD) wurde 1990 in seiner heutigen Form gegründet und entstand aus dem Zusammenschluss der Managerschulen des Aluminiumherstellers Alcan und des Nahrungsmittelkonzerns Nestle. Heute gehört das IMD zu den international führenden Topschulen, deren Stärken vor allem der unmittelbare Bezug zur Praxis und die Nähe zur Industrie sind. Über 90 Prozent ihrer Einnahmen bestreitet die Schule aus dem Bereich Executive Education. Daneben gibt es ein kleines Vollzeit-MBA Programm mit 90 Teilnehmern sowie einen Executive MBA, der sich aus verschiedenen Modulen und Executive Education Programmen zusammensetzt und daher auch stufenweise absolviert werden kann.

Die 2002 gegründete CKGSB ist eine private und unabhängige als Nonprofit-Organisation etablierte Managerschule und wird von der Fakultät geleitet  – eine Ausnahme in China. Sie bietet mehrere MBA-Studiengänge und Executive Eduation Programme an und hat neben ihrem Hauptcampus in Peking weitere Standorte in Shanghai und Shenzhen. Die CKGSB hat zudem bereits Büros in Hongkong und London und will künftig auch Executive MBA Programme in den USA durchführen und dabei Partnerschaften mit US-Schulen aufbauen. Zu ihren mehr als 4.200 Absolventen gehören einige der prominentesten Unternehmer in China wie Jack Ma, Gründer und Executive Chairman der Alibaba Group, und Fu Chengyu, Chairman des Öl-Giganten Sinopec.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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